Schon zwei Kilo weniger! Abnehmerfolge beflügeln und motivieren dazu dranzubleiben. Mit maßgeschneiderten Drinks aus der Apotheke, die wenige Kalorien und dennoch alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthalten, schwinden zügig ein paar Pfunde, ohne dass Defizite zu befürchten sind. „Damit der Erfolg von Dauer ist, sollte man aber auch lernen, langfristig anders zu essen“, sagt Professor Hans Hauner vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum der Technischen Universität München. Besonders wer auf Blutdruck und Blutzucker achten und diese regelmäßig kontrollieren muss, profitiert davon. Wichtig: möglichst keinen Heißhunger aufkommen lassen.
Obst zwischendurch
Kleine Snacks zwischendurch verhindern, dass der Blutzuckerspiegel zu sehr absinkt. Nach Süßigkeiten schießt der Zucker allerdings ins Blut, und das Hoch ist nur von kurzer Dauer, denn die Energie aus einfachem Zucker ist schnell verbraucht. Danach geht der Blutzucker in den Keller, und der Körper verlangt unmittelbar nach Kaloriennachschub. Beißen Sie besser in einen Apfel: Der Zucker aus Früchten gelangt langsamer in das Blut und hält länger satt.
Wasser vor dem Essen
Wer vor dem Essen etwas trinkt, hat den Magen schon leicht gefüllt. Das bremst den Appetit. Kalorienfrei muss es aber sein. Warum nicht einfach Wasser? Angenehmer Nebeneffekt: Wenn Sie es kalt trinken, benötigt der Körper sogar noch etwas Energie, um es auf Körpertemperatur zu bringen.
Sattmacher Ballaststoffe
Ein Hoch auf Vollkornbrot, -nudeln und -reis. Sie enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, vor allem aber Ballaststoffe, die nicht nur die Verdauung in Gang halten, sondern auch länger satt machen. Sie sorgen dafür, dass der Zuckerspiegel im Blut nach dem Essen nur langsam steigt und ebenso langsam wieder abfällt. Also kein Blutzuckertief und damit auch kein Heißhunger. Übrigens: Haferflocken, egal ob fein oder grob, sind immer aus dem vollen Korn gemacht. Sehr gut: Gemüse und Hülsenfrüchte.
Der Kau-Trick
Wer langsam isst und gut kaut, hat mehr vom Essen, denn es schmeckt dann einfach intensiver. Ganz wichtig: Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen. Wenn Sie satt sind, merken Sie das erst nach etwa einer Viertelstunde. Schnellesser verpassen diesen Moment und riskieren, mehr als nötig zu essen.
Suppe zum Auftakt
Ein Süppchen vorweg bremst den Hunger. Das beobachteten Wissenschaftler in den USA. Mit der warmen Vorspeise fiel das Menü insgesamt weniger üppig aus als ohne. Das klappt aber nur, wenn die Suppe selbst keine Kalorienbombe ist. Ideal ist eine fettarme Brühe mit Gemüsestreifen als Einlage. Bitte keine Cremesuppe auf Sahnebasis, garen Sie lieber eine kleine Kartoffel mit, sie bindet beim Pürieren hervorragend.
Eiweiß als Hungerbremse
Gerade hat eine große Studie gezeigt: Am erfolgreichsten hält sein Gewicht, wer nach dem Abnehmen eiweißbetont isst, statt nur auf Kohlenhydrate zu setzen. Eiweiß hat einen besonders guten Sättigungseffekt. Preiswerter Eiweißlieferant: Magerquark. Bestreichen Sie zum Frühstück Ihr Brot mit einer großen Portion davon. Je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern anmachen. Wer es lieber süß mag, bereitet sich einen Magerquark mit Früchten. Das hält den Hunger den Vormittag über in Schach. Und essen Sie mittags öfter Fisch. Hering, Lachs und Forelle liefern über Eiweiß hinaus wertvolle Omega-3-Fettsäuren, von denen unser Essen ruhig mehr enthalten darf.
Schokopudding statt Schokolad
Viel Volumen bei wenig Energie – auf diesem Prinzip gründen ganze Abnehmprogramme. „Die Essmenge muss groß genug sein, um satt zu machen, soll aber möglichst wenig Energie liefern“, erklärt Professor Volker Schusdziarra, Ernährungswissenschaftler an der Technischen Universität München. Vielleicht geht auch ein Schokopudding, wenn es Sie nach der braunen Köstlichkeit gelüstet? Wählen Sie die leichte Version aus Puddingpulver und fettarmer Milch, aufgelockert mit einem geschlagenen Eiweiß. Dieser Schokopudding macht den Bauch voll, ohne das Kalorienkonto zu sehr zu belasten. Weitere Alternativen mit Energiesparpotenzial: Brötchen statt Croissant, Schinken statt Salami, Salzkartoffeln statt Pommes.
Aktiv gegen Langeweile
Prüfen Sie: Ist es immer Hunger, der Sie zum Kühlschrank führt? Oder haben Sie Langeweile oder einfach keine Lust auf das, was Sie gerade tun? Dann besser kurz raus an die frische Luft und ein paar Schritte spazieren gehen oder eine Runde radeln. Der vermeintliche Hunger ist dann schnell vorbei. Auch mit Entspannungsübungen gelingt die Ablenkung.
Heidi Loidl / Senioren Ratgeber;
05.09.2011
Bildnachweis: Shotshop/Monkey Business
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