Im April werden Sie 80. Was wünscht man sich da?
Dass es mir weiter so gut geht und ich so weiterleben kann wie bisher. Andere gehen zur Kur, ich geh auf Tour.
Macht es denn noch Spaß, immer mit dem Orchester im Bus herumzureisen?
Da kommt nach wie vor keine Langeweile auf. Das sind alles sehr gute Musiker, und jeder hat die Chance, seine Fähigkeiten voll einzusetzen. Entsprechend motiviert sind alle. Wir wohnen im selben Hotel, können uns ausquatschen nach einem Konzert. Wir sind immer noch wie eine Familie.
Ist heute eher schlafen gehen angesagt als um die Häuser zu ziehen wie früher?
Übers Schlafengehen haben wir noch nie gesprochen. Übrigens ist in 30 Jahren noch nie ein Musiker zu spät gekommen. Auch wenn wir bis morgens um fünf noch feiern: Wenn um neun der Tourbus fahren soll, dann sitzen Viertel vor neun alle drin.
Nehmen Sie Ihre Kraft nur aus der Musik?
Das würde ich sagen. Ja.
Warum hält Musik jung?
Sie hält jung, wenn man mit der Zeit geht. Dann ist das Leben leichter. Wenn man hängen bleibt, verliert man. Die Welt verändert sich andauernd und immer schneller. Das ist wie mit der Technik.
Trauern Sie der klassischen LP nicht nach? Mit Ihrem Foto auf der groß-formatigen Plattenhülle …
Nein. Ich finde CDs besser als Schallplatten. Wenn Fotoaufnahmen gemacht wurden, habe ich sowieso immer nur gedacht: Oh Mann, oh Mann, wie siehst du jetzt bloß wieder aus?
In den 60er-Jahren haben Sie mit Ihrem „Happy Sound“ die Tanzmusik geprägt. Vermissen Sie die Zeit der Bigbands und Fernseh-Showtreppen?
Natürlich waren das tolle Zeiten. Aber die jungen Leute stehen heute auf andere Sachen. Wir haben doch auch nicht einfach das weitergemacht, was unsere Eltern uns vorgelebt haben. Alten Zeiten nachzutrauern ist Ballast. Man soll die Gegenwart genießen und seine Gesundheit so pflegen, dass man noch lange Spaß am Leben hat.