Technik, die mitdenkt, soll Älteren den Alltag erleichtern. Duisburger Senioren haben sie für uns getestet
Verdeckte Hilfen: Eine Lichtleiste im Boden zeiigt den Weg zum Bad, die Regalstangen dienen als Haltegriff
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der oder die Schönste im ganzen Land?“ ist eine Frage, die im Alter an Wichtigkeit verliert. Interessanter wäre es schon, den Kerl im Badezimmerspiegel zu fragen: „Wer bin ich, und was mache ich hier eigentlich?“ Das weiß das Spieglein, nur fällt die Antwort leider ganz unphilosophisch aus: „Zähne putzen!“ erscheint als Symbol, dann erfährt der Mensch im Schlafanzug noch, dass er sich warm anziehen soll.
„Auf der oberen Hälfte des Spiegels könnte dann ein Film ablaufen, der zeigt, wie das Wetter ist: Sonne und Wolken, Regen und Schnee erscheinen als Bilder, dann weiß ich schon, worauf ich mich einstellen muss“, spinnt Dr. Gudrun Stockmanns die Vision des intelligenten Spiegels weiter.
Die Informatikerin leitet die Gruppe „Health & Care Solutions“ im InHaus-Zentrum des Duisburger Fraunhofer-Instituts und darf sich kühnste Ideen erlauben. Aus solcher ungebremsten technischen Kreativität werden letztendlich Hilfsmittel, die dazu beitragen sollen, dass ältere und behinderte Menschen so lange wie möglich selbstständig zu Hause wohnen können.
„Den Wasserstrahl können wir dannin blaues oder rotes Licht tauchen, als Symbol für heiß und kalt!“, fällt Dr. Edwin Naroska ein. Der Elektrotechniker gehört zu Stockmanns’ Team aus Biologen, Psychologen, Logistikern und Technikern. Damit die nicht abheben, arbeiten sie eng mit dem Sozialwerk St. Georg zusammen. Dort erfahren die Fraunhofer-Leute die unterschiedlichen Bedürfnisse Älterer, aber auch die Wünsche der Pflegenden. Heute macht sich der Seniorenbeirat der Stadt Duisburg für den Senioren Ratgeber ein Bild von den Fortschritten der Haustechnik.
Angelika Jakob / Senioren Ratgeber / GesundheitPro;
12.06.2009, aktualisiert am 16.09.2009
W&B/Aleksander Perkovic
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