Der zerstörerische Prozess rund um den Knorpel lässt sich zwar nicht vollständig heilen, aber aufhalten
Das Therapeutenteam in Bad Krozingen setzt in der Rehabilitation des Gelenkverschleißes gleich auf mehrere Behandlungswege: Bewegung, Ergotherapie, Rückenschule, Wärme- und Kälteanwendungen, Ernährungsberatung sowie Fango stehen für Patienten auf dem Plan. „Im Team arbeiten aber auch Psychologen und Tanztherapeuten mit“, betont Dr. Hans-Albrecht Kulenkampff, leitender Abteilungsarzt der Schwarzwaldklinik Orthopädie.
Eine tragende Säule der Arthrosetherapie ist die Bewegung: Sie stärkt die Gelenke, senkt die Schmerzschwelle und reduziert gelenkbelastende Pfunde. „Viele Patienten meinen, sie müssten sich schonen“, erklärt Kulenkampff. Ein Irrtum, macht er deutlich: „Knorpel braucht wie ein Schwamm Druck und Entlastung. Wenn wir uns bewegen, versorgt die Gelenkschmiere den Knorpel mit Nährstoffen.“ Umgekehrt bedeutet das: Sportmuffel riskieren, dass im Laufe der Zeit die sensiblen Puffer zwischen ihren Knochen immer dünner werden, die Gelenke rosten dann buchstäblich ein.
Genau das will Adelheid Maul verhindern, sie steckt voller Tatendrang. Doch heute morgen quält sie sich sichtlich auf dem Gymnastikball, jede Bewegung erinnert schmerzhaft an die gestrige Radel-Tour.
www.senioren-ratgeber.de;
15.10.2007, aktualisiert am 09.04.2010
W&B/ Bostelmann
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