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Hilfe bei Augenleiden

Beschwerden wie trockene oder gerötete Augen sind meist harmlos. In anderen Fällen empfiehlt sich der Besuch beim Arzt. Was Sie wissen sollten


Harmlos oder schädlich? Anhaltende Beschwerden am Auge sollten Sie abklären lassen

Brennen, Tränen, Flimmern – Beschwerden am Auge können harmlos, aber lästig sein. Lesen Sie, was dahintersteckt und bei welchen Anzeichen Sie besser zum Arzt gehen sollten.

Die Augen sind trocken

Anzeichen: Die Augen brennen, sind gerötet, bei manchen schmerzen oder tränen sie. Es fühlt sich an, als sei ein Fremdkörper im Auge.


Was dahintersteckt: Beim trockenen Auge sind die Augen nicht vollständig vom Tränenfilm bedeckt. „Das hat meist zwei Ursachen“, sagt Professor Horst Brewitt aus Hannover, Leiter des Ressorts Trockenes Auge im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Entweder bilden die Tränendrüsen nicht genügend Flüssigkeit oder der Tränenfilm ist nicht fettig genug. Dann verdunstet die Tränenflüssigkeit zu schnell.

Manchmal lösen auch Krankheiten wie ein Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenerkrankung ein trockenes Auge aus. Arzneimittel wie Antidepressiva, Betablocker oder Antihistaminika können die Tränenproduktion ebenfalls empfindlich stören.

Was Ihnen hilft: Kann Ihr Hausarzt Krankheiten oder Medikamente als Ursache ausschließen, helfen Tropfen oder Gele mit künstlichen Tränen aus der Apotheke. Sie ersetzen die fehlende Flüssigkeit. „Spüren Sie jedoch innerhalb einiger Tage keine Besserung der Beschwerden, gehen Sie zur Abklärung zum Augenarzt“, rät Brewitt.

Die Augen tränen

Anzeichen: Wind oder Staub bringt das Auge zum Tränen. Das ist normal. Bei manchen Menschen „schwimmen“ die Augen jedoch ohne Grund.

Was dahintersteckt: Eine Ursache können verengte abführende Tränenkanäle sein. Schwellen sie wegen einer Entzündung zu, fließen die Tränen nicht mehr richtig ab. Hängende Unterlider können ebenfalls dazu führen, dass das Auge ständig tränt. Manchmal ist auch die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört. Er haftet dann nicht richtig auf der Augenoberfläche und fließt nach unten ab. „Es klingt paradox: Obwohl die Tränen fließen, steckt als Ursache eigentlich ein trockenes Auge dahinter“, erklärt der Experte.

Was Ihnen hilft: Die Ursache abklären lassen. Ist der Tränenfilm gestört, schaffen Augengele oder -sprays, die den fehlenden Fettanteil ersetzen, rasch Abhilfe.


"Rotes" Auge

Anzeichen: Die Bindehaut, der weiße Bereich des Auges, ist gerötet.

Was dahintersteckt: Langes Arbeiten am Computer ermüdet und reizt die Augen. Meist klingen die Beschwerden über Nacht ab. Hinter geröteten Augen kann jedoch auch eine Bindehautentzündung stecken. „Diese beginnt meist an einem Auge und breitet sich innerhalb von zwei Tagen auf das andere aus“, erklärt Brewitt. Oft sind Viren oder Bakterien die Auslöser. Wer allergisch auf Pollen reagiert, hat nicht nur rote Augen – sie jucken dann auch, und die Lider schwellen an.

Was Ihnen hilft: Bindehautentzündungen klingen meist nicht von selbst ab. Lassen Sie die Ursache abklären. Sind die Augen nur gereizt, helfen künstliche Tränen.


Schwirrende Mücken vor den Augen

Anzeichen: Im Sichtfeld tauchen schwarze Punkte, Flusen oder „Mücken“ auf, die beim Schauen mitwandern.

Was dahintersteckt: Hinter den „mouches volantes“ steckt meist eine harmlose Trübung des Glaskörpers, die sich vor allem im Hellen bemerkbar macht. „Kommen Lichtblitze hinzu, muss der Arzt Schäden an der Netzhaut, Blutungen oder Gefäßveränderungen, etwa bei Diabetes- oder Bluthochdruckpatienten, ausschließen“, betont Brewitt.

Was Ihnen hilft: Wen die schwirrenden Mücken stören, der kann zum Beispiel im Freien eine getönte Sonnenbrille tragen.


Gelbe "Knötchen" am Lid

Anzeichen: Scharf abgegrenzte Ablagerungen in der Haut des Ober- oder Unterlids, die gelblich schimmern.

Was dahintersteckt: Solche Xanthelasmen sind kleine, meist harmlose Fettpölsterchen in der Haut. Die Knötchen können jedoch auf zu hohe Blutfettwerte und damit auf eine Fettstoffwechselstörung des Körpers hinweisen.

Was Ihnen hilft: Lassen Sie Ihre Blutfettwerte beim Arzt überprüfen, insbesondere wenn Fettstoffwechselstörungen in Ihrer Familie bereits bekannt sind. Störende Knötchen kann der Arzt operativ entfernen.



Petra Haas / Senioren Ratgeber; 14.06.2010, aktualisiert am 05.08.2011
Bildnachweis: F1 online digitale Bildagentur GmbH/Fancy

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