Wie Sie in fünf Schritten gute Werte erreichen
Aktiv gegen Hochdruck: Hedda S. (81) geht regelmäßig über Stock und Stein
Hedda S. ist ein Glücksfall – nicht nur für ihre Kinder, Enkel und Urenkel, sondern auch für den Redakteur einer Gesundheitszeitschrift, der über Erfolge einer modernen Blutdruckbehandlung schreibt. Die 81-Jährige aus Grafing bei München ist eine Hochdruckpatientin wie aus dem Bilderbuch: Sie weiß von ihrer Krankheit und hat sie im Griff.
Leider ist sie damit eine Ausnahme. Mehr als 20 Millionen Deutsche sind von der Erkrankung des Gefäßsystems betroffen und bereits jeder Zweite über 60 Jahre. Doch nur die wenigsten wissen von ihr oder nehmen sie ernst: Lediglich bei einem Viertel wird der Hochdruck behandelt, und nur bei rund zwei Millionen Patienten sind die Blutdruckwerte so eingestellt, dass die Gefahren des Hochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen abnehmen.
Dabei könnte alles so gut laufen. Kaum eine andere chronische Krankheit ist so hervorragend erforscht, bei keiner anderen verfügen Ärzte über eine so große Palette an hochwirksamen Medikamenten. Doch die traurige Bilanz lautet: An keiner anderen Krankheit sterben auch noch immer so viele Menschen wie an den Folgen des Hochdrucks. Denn er verschont kein Organ: Der ungesunde Druck in den Arterien beschleunigt das Entstehen einer Arteriosklerose, schädigt auf diesem Weg Hirn, Herz, Nieren und Augen.
Warum bleibt er also so oft unbehandelt? Weshalb erfolgt die Diagnose häufig zu spät, weshalb ergreifen viele Patienten nicht rechtzeitig ihre Chance? Einer der Gründe liegt im Wesen der Krankheit selbst: Sie tut nicht weh und bleibt lange stumm.
Elke Schurr, Senioren Ratgeber / GesundheitPro;
25.02.2009, aktualisiert am 03.09.2009
W&B/Bernhard Huber
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