Viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch. So essen Sie sich gesund
Die Diabetikerin Antonia F. hat sie verinnerlicht. In Bad Krozingen hat sie in einem Kurs über gesunde Kost gelernt: Wer Maß hält und oft Obst, Gemüse und Fisch isst, dafür wenig Fleisch auf dem Teller hat, sorgt gut für sich. Der Körper bekommt nicht nur die Nährstoffe, die er braucht. Diese Ernährung schützt auch vor Tumorleiden. So bekommen Fischliebhaber seltener Darmkrebs, Fleischgenießer dagegen öfter. Frischobstmuffel leiden häufiger unter Lungenkrebs. Leider lässt sich Gesundheit nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“ einverleiben.
Vitamin C & Co. in Form von Pillen zu schlucken, bringt nicht immer etwas. „Ältere mangelernährte Menschen können beispielsweise von Vitamin-D-Präparaten profitieren“, so Olias. Bei Ballaststoffen ermuntern Ernährungsforscher zum Zugreifen. Der häufige Genuss von Vollkornbrot und Müsli, zeigen Studien, verringert das Diabetesrisiko drastisch.
Auch wenn sich Ältere mit Tiefkühlgerichten, „Functional Food-“ und Light-Produkten nur schwer anfreunden können: Ernährungsexperten finden daran Geschmack – mit Einschränkungen. Zwar gilt Fertig-Pizza aus der Kühltruhe als Fettfalle. Doch gefrosteter Blumenkohl und Bohnen „sind eine gute Vitaminquelle, die sich portionsgerecht und leicht zubereiten lässt“, betont Christine Hinsky vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum des Klinikums Rechts der Isar in München. Die Ernährungsberaterin hält kalorienreduzierte Light-Lebensmittel für sehr sinnvoll, mahnt aber zur Vorsicht: „Light bedeutet nicht automatisch fettarm und zuckerfrei gleichzeitig. Man sollte diese Produkte nicht maßlos zu sich nehmen.“
Ob probiotischer Joghurt mit seinen Bakterienkulturen die Abwehr des Körpers ankurbelt, ist wissenschaftlich noch nicht endgültig bewiesen. Mehr Sicherheit gibt es bei der cholesterinsenkenden Margarine: „Das Streichfett wirkt tatsächlich auf die Blutfette“, sagt Olias. Aber sein Konsum darf kein Alibi für eine ansonsten zu fettreiche Ernährung sein. Außerdem sollten Cholesterinkranke täglich nicht mehr als 25 bis 30 Gramm der Margarine essen.
Doch so schnell lässt sich Josef G. nicht die Butter vom Brot nehmen. „Essen kann doch nur gesund sein, wenn es auch Spaß macht.“ Womit er auf dem neuesten Stand der Forschung ist.
Raphaela Birkelbach, Senioren Ratgeber;
10.12.2008, aktualisiert am 30.10.2009
BananaStock/ RYF
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