Urlaub am Mittelmeer! Schon ein Spaziergang vermittelt das Aromageheimnis der hiesigen Küche. Es riecht nach Rosmarin, der hier in mannshohen Sträuchern wächst. Thymian überzieht wie ein Teppich die Erde. Lavendel erblüht in einem Meer von Blau. Vor allem die Kreter verwenden gern die fleischigen, säuerlichen und nussigen Blätter des Portulaks. Diese Kräuter sind anspruchslos, was den Boden betrifft, brauchen aber Sonne, um zu gedeihen – und das schmeckt man!
Kräuter machen das Essen auch bekömmlicher. So unterstützen etwa die Bitterstoffe von Rucola den Magen. Portulak enthält besonders viel Vitamin C und gefäßschützende Omega-3-Fettsäuren. Und viele Mittelmeerkräuter sind auch Arzneipflanzen.
Tipp: Frische Kräuter schmecken meist aromatischer als tiefgefrorene. Schneiden Sie frische Kräuter nur grob, statt sie zu hacken, und fügen Sie sie erst kurz vor dem Servieren hinzu, das schont die Vitamine. Getrocknete Kräuter dagegen früh zum Gericht geben – sie entwickeln erst beim Kochen ihr Aroma.
Im Bund gekaufte Kräuter in ein feuchtes Tuch einschlagen und kühl lagern. So halten sie sich zwei Tage. Besonders intensiv schmecken Kräuter aus dem Topf, aus dem eigenen Garten oder vom Balkon. Was Sie im Sommer nicht verbraucht haben, können Sie für den Wintervorrat trocknen.
200 g junger Spinat
100 g Wildkräuter (z. B. Brunnenkresse, Portulak, Pimpinelle, Zitronenmelisse, rotes Basilikum)
1 rote Zwiebel
Für das Dressing:
2 EL heller Balsamicoessig
Salz, Pfeffer
1/2 TL Honig
3 EL Olivenöl
2 TL Nussöl
Spinat waschen, verlesen, putzen und trocken schleudern. Wildkräuter vorsichtig abbrausen, verlesen und putzen. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Essig mit Salz, Pfeffer, Honig und Öl in einer großen Schüssel zu einem Dressing verrühren. Die Zutaten vorsichtig untermischen und den Salat sofort servieren.
1 l Gemüsebrühe
220 g Polentagrieß
Muskat
Olivenöl
10–15 frische Salbeiblätter
6 EL Olivenöl
60 g frisch geriebener Parmesan
Für die Tomatensauce:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
600 g Tomatenstücke (Dose)
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
1 TL getrockneter Oregano
Brühe zum Kochen bringen, Polenta unter Rühren einrieseln lassen, einmal aufkochen, dann etwa 20 Minuten quellen lassen, dabei öfter umrühren. Brei mit Muskat abschmecken, auf ein geöltes Blech streichen und erkalten lassen.
Für die Sauce gewürfelte Zwiebel und Knoblauch in heißem Öl glasig schwitzen, Tomaten zugeben, würzen und bei schwacher Hitze etwa 20 Minuten garen. 8 Salbeiblätter zerkleinern. Polenta in Rauten schneiden und zusammen mit dem Salbei in dem Olivenöl von beiden Seiten braten.
Mit Tomatensauce und Parmesan servieren.
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
je 1 rote, gelbe und grüne Paprika
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
400 g Tomaten
4 EL Olivenöl
1 Lorbeerblatt
3 Zweige Thymian
1 TL Rosmarinnadeln
150 ml Gemüsebrühe
50 ml Weißwein
Salz
Pfeffer
Zwiebel und Knoblauch hacken. Das übrige Gemüse putzen, Paprika in mundgerechte Stücke, Zucchini in Scheiben schneiden, Aubergine und Tomaten würfeln. Thymianblättchen abstreifen.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin glasig werden lassen. Knoblauch und Gemüse (außer den Tomaten) zufügen und einige Minuten unter Rühren anbraten. Dann Tomaten und Kräuter zugeben, Brühe und Wein angießen und alles bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Heidi Loidl / Senioren Ratgeber;
05.07.2012
Bildnachweis: F1online/Fancy, Food Centrale Hamburg GmbH/FoodFolio, Stockfood Munich GmbH/Dirk Albrecht, Stockfood Munich GmbH/Brigitte Sporrer
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