Sieben tolle Trink-Tipps

Mühe, auf ausreichend Flüssigkeit am Tag zu kommen? Diese sieben Strategien helfen dabei, genug zu trinken
von Heidi Loidl, 23.08.2017

Gewusst wie: Mehr trinken kann man sich antrainieren

Fotolia/Lisa Young

Durst, so ein echtes Verlangen nach einem Glas Wasser? Dieses Gefühl ist manchen Älteren fremd. Leider, denn das kann unmerklich zu einem Flüssigkeitsmangel führen. Wie wichtig das kühle Nass ist, wissen viele gar nicht: Wasser hält die Haut straff und die Schleimhäute feucht und schützt so vor Krankheitserregern. Flüssigkeit lässt den Inhalt des Darms aufquellen und bringt Bewegung ins Organ. Wer zu wenig trinkt, muss mit Verstopfung rechnen. Wasser hält das Blut flüssig, sodass es alle Organe optimal versorgen kann. Nicht zuletzt das Gehirn, wo sich ein Flüssigkeitsdefizit zuerst als Müdigkeit äußert, später als Verwirrtheit. Schlimmstenfalls macht der Kreislauf schlapp. Die gute Nachricht: Trinken Sie wieder genug, kommt alles zügig zurück ins Lot.

1. Erinnern lassen

Nicht nur, dass es manche Ältere kaum dürstet, Experten raten darüber hinaus: Trinken Sie, bevor der Durst kommt, denn der zeigt an, dass bereits ein Mangel vorliegt. Vielleicht hilft Ihnen eine Erinnerung. Etwa per Trink-App auf dem Smartphone. Oder via E-Mail-Service des Forums Trinkwasser unter www.trinkberater.de.

2. Ritualisieren

Gewohnheiten bestimmen unseren Alltag – auch beim Essen und Trinken. Drum prüfen Sie: Welche Getränke passen am besten in Ihren Tagesablauf? Ein Glas Wasser gleich nach dem Aufstehen, eine Saftschorle um zehn, oder ein "Fünf-Uhr-Tee" wie bei den Briten? Wer es gern herzhaft hat: Eine Tasse dünne Brühe geht auch.

3. Sich überlisten

Sie müssen sich zum Trinken überwinden? Dann wählen Sie ein gedrungenes Glas, darin sieht das Wasser nach weniger aus als in einem gleich großen hohen Glas, so schaffen Sie Ihre Trinkmenge leichter. Wenn Sie ein Lieblingsglas haben, das Sie einfach gern in die Hand nehmen, ist es das richtige!

4. Bereitstellen

Wie viel haben Sie heute schon getrunken? Die meisten können das wohl gar nicht beantworten. "Wer sich gleich morgens seine Tagesration bereitstellt, ist auf der sicheren Seite", erklärt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, "am besten an zentraler Stelle, etwa neben dem Kühlschrank, am Lesesessel oder am Fernseher." Das Glas gleich daneben.

5. Abwechseln

Wasser lässt sich kalorienfrei aufpeppen mit etwas Zitronensaft oder Orangenschale. Diese waschen, dünn abschälen oder mit einem Zestenreißer abziehen. Wichtig: Die Schale muss unbehandelt sein! Oder wie wär‘s mit fein gehackter Gurke und etwas Dill, frischen Ingwerscheiben oder Minzblättchen?

6. Zum Essen trinken  

"Dass dadurch Verdauungssäfte verdünnt werden und ihre Wirkung verlieren, ist nicht belegt", sagt der Münchner Ernährungsmediziner Professor Hans Hauner. Trinken Sie also ruhig zu jeder Mahlzeit. Auch gut: ein Stück Melone oder Gurke zwischendurch. Diese bestehen zu mehr als 90 Prozent aus Wasser.

7. Umdenken

Einen Liter zum Frühstück und einen halben mittags? "Nein", sagt Medizinprofessor Frank Schweda aus Regensburg, "auf Vorrat trinken geht leider nicht." Darum die Trinkmenge gleichmäßig über den Tag verteilen. Sie haben Sorge, nachts rauszumüssen? Trinken Sie um 18 Uhr die letzte Ration, so bleibt noch genug Zeit bis zum Zubettgehen.


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