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So trinken Sie genug: Die besten Tipps

Was in jungen Jahren selbstverständlich ist, fällt im Alter oft schwer. So bringen Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt ins Lot


Zusammen trinken bringt gleich doppelt so viel Spaß

Egal ob Sie prickelndes Mineralwasser, Leitungswasser oder Saftschorlen bevorzugen – eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist lebenswichtig. Gerade bei Senioren kommt sie allerdings oft zu kurz. „Ältere haben ein geringeres Durstempfinden“, erklärt Susann-C. Ruprecht, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke.

„Sie bemerken nicht, dass sie zu wenig trinken, oder vergessen es schlichtweg.“ Aber auch die Angst, unterwegs oder nachts auf die Toilette zu müssen, spiele eine Rolle. Dabei übersehen viele Menschen, wie gefährlich ein Flüssigkeitsmangel ist.


„Neben der Austrocknung von Haut und Schleimhäuten kann der Wassermangel zu Kreislauf- und Nierenversagen, Verwirrtheitszuständen und schlimmstenfalls gar zu Bewusstlosigkeit führen“, sagt Dr. Ina Bergheim, Ökotrophologin an der Universität Hohenheim. Unsere Experten geben Ihnen deshalb Tipps, wie es mit dem Trinken klappt.

  • Notieren Sie sich, was, wann und wie viel Sie trinken. Mindestens eineinhalb Liter täglich sollten es sein. Wenn Sie schwitzen, entsprechend mehr.
  • Vorsicht: Bei bestimmten Erkrankungen, wie einer schweren Herz- oder Niereninsuffizienz, ist Flüssigkeit nur in eingeschränkten Mengen erlaubt. Sprechen Sie in diesem Fall bitte mit Ihrem Arzt.
  • Trinken Sie zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser, Tee oder Schorle. „Streifen Sie alte Gewohnheiten wie ‚Zum Essen trinkt man nicht‘ ab", sagt Bergheim.
  • Ein Teil der empfohlenen Flüssigkeitsmenge lässt sich auch über die Nahrung aufnehmen, zum Beispiel mit einer Suppe, Obst oder Gemüse. Eine saftige Wassermelone etwa besteht zu 90 Prozent aus Wasser.
  • Stellen Sie bereits morgens Ihre Trinkration für den ganzen Tag an einer gut sichtbaren Stelle – etwa auf dem Couchtisch oder in der Küche – bereit. Und das Glas am besten gleich daneben.
  • „Wählen Sie ein Glas, das mindestens 150 Milliliter fasst“, empfiehlt Ruprecht. Denn bei kleinen Gläsern habe man zwar das Gefühl, ausreichend zu trinken, tue es aber oft nicht.
  • Schenken Sie sich über den Tag verteilt immer wieder ein Glas ein, und trinken Sie es in kleinen Schlucken. Auf Vorrat zu trinken macht jedoch wenig Sinn. Denn wenn Sie mehr als einen halben Liter auf einmal trinken, kann der Körper die Flüssigkeit nicht mehr verarbeiten, sie wird rasch wieder ausgeschieden.
  • „Falls Ihnen das volle Glas zu schwer wird, steigen Sie auf ein leichteres Modell aus Plastik um“, rät Bergheim.
  • Trinken Sie, bevor der Durst kommt! „Denn Durst ist ein Warnsignal unseres Körpers und setzt erst ein, wenn wir bereits an Flüssigkeitsmangel leiden“, weiß Ruprecht.
  • Wem Wasser pur zu langweilig ist, der kann es mit einem Spritzer Fruchtsaft aufpeppen. Denn: „Je abwechslungsreicher die Getränke, desto lieber trinkt man“, sagt Bergheim.
  • Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Briten, und schaffen Sie sich Ihr persönliches kleines Trinkritual. Es muss jedoch nicht immer der Fünf-Uhr-Tee sein: „Machen Sie sich einen schmackhaften Fruchtsaft, einen Milchshake, oder trinken Sie einen Kaffee, und essen Sie einen Keks dazu“, rät Ruprecht.
  • Wer es lieber herzhaft mag, kann auch eine Tasse Brühe schlürfen.



Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Vanessa von Blumenstein / Senioren Ratgeber; 21.06.2010, aktualisiert am 24.05.2012
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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