Tipps für Hobbygärtner

Bei der Gartenarbeit lassen sich mit einigen Kniffen Rücken und Umwelt schonen. Wir verraten, wie es geht
von Petra Haas, 01.06.2016

Tomatenernte: Ein eigener Garten beschert viele kleine Glücksmomente

F1online

1. Klein ist fein

Pflanzen morgens nur zwei- bis dreimal pro Woche, dafür kräftig gießen. Das hält am längsten vor. Besser als eine große Gießkanne sind kleine 5-Liter-Kannen – für jede Hand eine.

2. Pflegeleichtes macht Spaß

Edle Rosen für die Hausmauer? Wer den Garten genießen und nicht nur beackern möchte, sollte zu anspruchslosen, mehrjährigen Stauden oder Ziersträuchern wie der Harlekinweide greifen. "Viele kaufen rein nach Optik, ohne sich über den Pflegeaufwand im Klaren zu sein", sagt Isolde Keil-Vierheilig von der Bayerischen Gartenakademie. Oft lohne es sich, einen Profi einzuschalten – etwa wenn ein Teil des Gartens neu gestaltet werden soll.

3. Töpfe mit Köpfchen

Rosmarin im Tontopf. Sieht toll aus!  Für größere Exemplare eignet sich die leichte Kunststoffvariante, wahlweise auf Rollen. Das schont den Rücken. "Kübel mit hellen Farben wählen – dunkle heizen sich in der Sonne extrem auf, was den Wurzeln zusetzt", sagt Keil-Vierheilig.

4. Leichter werkeln

Hacke, Rechen oder Baum­säge mit ausziehbarem Teleskopstiel wählen. Gute Astscheren verringern den Kraftaufwand. Ein spezielles Kissen schont das Knie beim Hinhocken. ­Elektrorasenmäher sind leichter als die Benzinvariante. An Kopfbedeckung, feste Schuhe und Handschuhe denken. Ist die Hausapotheke gewappnet für kleine Blessuren? Den Apotheker fragen. Beim Arzt Tetanusschutz überprüfen.

5. Pausen gönnen

In der Erde buddeln, Rasen trimmen. Auch wenn es jetzt in den Fingern juckt: Anstehende Arbeiten auf mehrere Tage aufteilen, das schont Kreislauf und Gelenke. Nach spätestens 20 Minuten eine Verschnauf- und Trinkpause einlegen. Für kraftraubende oder gefährliche Tätigkeiten in der Höhe oder über Kopf besser professionelle Hilfe holen.

6. Eine Etage höher

Ob Pflücksalat oder Zucchini: Ein Hochbeet erlaubt rückenfreundliches Arbeiten im Sitzen oder Stehen. Bausätze gibt es ab 80 Euro im Gartenmarkt. Vorher fragen, welche Größe, Höhe und Form passt. Praktisch: bereits zusammengebaute Modelle, die nach Hause geliefert werden.

7. Marienkäfer gegen Läuse

Blattläuse am Hibiskus? Es gibt viele Methoden, den Befall einzudämmen. Abstreifen mit den Fingern zum Beispiel. Bequemer ist es, die Arbeit dem Siebenpunktmarienkäfer zu überlassen. Der vertilgt Läuse zum Frühstück – und hält sich dort auf, wo Kamille, Schafgarbe und Löwenzahn blühen.

8. Tierkino genießen

Bienen und Schmetterlinge: Jeder Hobbygärtner kann sie unterstützen. Keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwenden. Sommerflieder, Lavendel, Salbei oder Fenchel pflanzen, denn sie bieten Nahrung. Im Garten ist Platz für Neues? Super sind fertige Saatgutmischungen, speziell für Nützlinge. Das Tierkino gibt’s gratis.

9. Unkraut unterdrücken

Ein Beet voller Unkraut. Ärgerlich! Der Gartenprofi weiß Rat, wie man unnötiges Jäten reduzieren kann. Stauden möglichst dicht setzen, genügsame Bodendecker wie Blaukissen pflanzen. Im Steinbeet hilft ein spezielles Gartenvlies.

10. Sträucher im Zaum halten

Himbeeren frisch vom Strauch, lecker! Doch wuchernde Ausläufer machen vielen zu schaffen. Tipp: Beerensträucher einfach in 25-Liter-Töpfe pflanzen, das hält ihren Wuchs gut im Zaum. Die Sträucher an einen windstillen, sonnigen Ort stellen.

11. Regentonne nutzen

Pflanzen lieben Regenwasser, denn es ist weniger kalkhaltig und angewärmt. Doch wie lässt sich das kostbare Nass aus der Tonne bequem zum Gießen anzapfen? "Eine Variante mit Wasserhahn wählen, die erhöht steht", rät Keil-Vierheilig. Wer kleine Enkel hat, braucht ein Modell mit sicherem Verschluss.


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