Fit durch den Winter

Keine Angst vor trüben Tagen: So kommen Sie gesund und munter durch die ungemütliche Jahreszeit – Tipps von A bis Z

von Raphaela Birkelbach, aktualisiert am 18.11.2016

An kalten Wintertagen wärmt eine frisch aufgebrühte Tasse Tee

F1Online/Urbanlip

Anti-Frust-Programm starten

Ist Ihre Laune ebenso bescheiden wie das Wetter? Dann los, planen Sie Ihr individuelles Antifrust-Programm. Überlegen Sie jede Woche neu, was Ihnen guttut. Vielleicht ein Blümchen für die Fensterbank in der Küche? Oder ein neuer Krimi? Ab damit aufs Sofa – und das Schmuddelgrau vor Ihrer Tür ist schon Schnee von gestern.


Bad einlassen

Tauchen Sie einfach ab. Gönnen Sie sich ein Bad mit edlen Zusätzen wie Lavendel oder Melisse. Haben Schnupfen- und Hustenviren Sie bereits fest im Griff, lindert ein Erkältungsbad mit Eukalyptus oder Thymian die Beschwerden. Vorsicht: nicht zu heiß und nicht zu lange baden. Wer herzkrank ist, sollte vorher den Arzt fragen, ob er in die Wanne darf.

Creme einpacken

Der Berg ruft und lockt mit wunderbaren Aussichten: glitzernder Schnee, romantische Loipen und Hüttenzauber. Packen Sie unbedingt Sonnencreme ein! In den Bergen ist die UV-Strahlung besonders stark. Aber auch im Flachland, an der Nord- oder Ostsee setzen die intensiven Strahlen der Haut zu. Der Apotheker berät Sie gern, welchen Schutz Ihre Haut braucht.

Durchlüften

Sie machen alle Schotten dicht, damit die Kälte draußen bleibt? Ganz schlecht. Dicke Luft und Schimmel sind vorprogrammiert, warnen Wohnexperten. Lüften Sie auch bei Minusgraden mehrmals täglich. Besonders effektiv tauscht sich verbrauchte Luft aus, wenn Sie Fenster kurz auf Durchzug stellen. Kippen ist weniger ratsam. Die Wohnung kühlt aus, und Sie müssen mehr heizen.

Erkältungsfallen meiden

Um Sie herum hustet und schnieft jeder? Vorsicht, Virenfalle! Meiden Sie jetzt Menschenmengen wie im Bus, Wartezimmer oder Kaufhaus. Keime lauern auch dort, wo Sie diese vielleicht nicht vermuten – etwa auf Türgriffen, Tastaturen oder auf Kugelschreibern in der Postfiliale. Über die Hände gelangen Erreger schnell in Nase, Mund oder Augen. Schütteln Sie nicht zur Begrüßung die Hände.

Frischluft tanken

Auch wenn Sie keinen Fiffy zum Gassigehen haben: Ausreden gelten nicht! Tanken Sie mindestens eine halbe Stunde am Tag Frischluft. Der Sauerstoff-Kick macht Ihren Kopf frei und belebt den ganzen Körper. Wenn Sie nicht vor die Tür können, stellen Sie sich mit ausgebreiteten Armen vor das weit geöffnete Fenster und atmen durch. Ganz tief.


Glätte Paroli bieten

Liegt nasses Laub oder Schnee auf der Straße, sind Sohlen mit gutem Profil ratsam. Auch Spikes oder Metallketten unter Schuhen sorgen für Standfestigkeit (Sportfachhandel), für Gehstützen gibt es Anti-Sturzpuffer. Nur Socken über Schuhe ziehen ist gefährlich, sie vereisen rasch. Ist Glatteis gemeldet, lieber daheim bleiben.

Hände waschen

Das effektivste Rezept, Krankheitserreger abzuwehren, lautet so: Wasserhahn auf, Hände nass machen, gründlich einseifen (20 bis 30 Sekunden!), gut abspülen, gründlich abtrocknen. Das rät das Robert Koch-Institut in Berlin.

Impfen lassen

Herbst ist ein guter Zeitpunkt: Gerade ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich jetzt gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen. Die Infektionen gehen bei geschwächten Menschen oft mit Komplikationen einher. Der Piks gegen Grippe ist jedes Jahr nötig, die Kasse zahlt.

Joggen, walken oder spazieren gehen

Bewegung hält Kreislauf und Abwehrkräfte auf Trab. Auch bei kühlem Wetter lohnt es sich zu trainieren. Achten Sie auf wettertaugliche Kleidung. Herzkranke sollten ihr Bewegungsprogramm mit dem Arzt absprechen. Und: bei Kälte besser durch die Nase atmen!

Kohl kochen

Kohl hat jetzt Saison. Greifen Sie zu bei Grünkohl, Wirsing oder leckerem Spitzkohl! Das Wintergemüse schmeckt herzhaft und liefert viele Ballaststoffe. Das tut dem Darm gut, der hilft, Krankheitserreger in Schach zu halten.

Licht tanken

Genießen Sie so oft wie möglich die Sonne. Mit ihrer Hilfe stellt unsere Haut das wichtige Vitamin D her, das Knochen wie Abwehrkräfte stärkt. Außerdem hellen die wärmenden Strahlen unsere Stimmung auf.

Mütze mitnehmen

Brrrrh. Minus drei Grad zeigt das Thermometer. Jetzt unbedingt Mütze, Schal und Handschuhe anziehen, warme Stiefel sind ein Muss. Der Grund: Nase, Ohren, Zehen und Finger kühlen besonders schnell aus. Das passiert nicht, wenn die flauschigen Begleiter ihnen tüchtig einheizen.

Nüsse knabbern

Walnüsse und Co. gelten als Dickmacher, weil sie viel Fett enthalten. Stimmt, aber das gilt ebenso für Kuchen und Kekse. Nüsse sind in Maßen genossen die wertvollere Nascherei, weil sie auch viele gesunde ungesättigte Fett­­säuren enthalten.

Obstsalat schnippeln

Die Orangen schmecken immer süßer? Sie freuen sich auf die Winteräpfel? Und Mangos zählen zu Ihren Lieblingsfrüchten? Dann bereiten Sie sich daraus einen leckeren Mix zu! Wer sich ausgewogen und vitaminreich ernährt, stärkt sein Immunsystem.

Plan B umsetzen

Jedes Jahr Stress: Geschenke kaufen, Plätzchen backen, Karten schreiben. Alles auf den letzten Drücker. Dabei geht es auch weniger hektisch. Schreiben Sie beizeiten auf, was zu tun ist, und haken Sie Punkt für Punkt ab. Warum nicht schon im Oktober das Tuch kaufen, das die Enkelin zum Fest bekommt?

Quinoa ausprobieren

Schon bei den Inkas galten die Samen des getreideähnlichen Gewächses als Kraftspender. Nun peppt das südamerikanische Gericht unsere Küche auf. Denn es enthält viel Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, vor allem aber: Es schmeckt.

Reflektoren anbringen

Rücken Sie im Dunkeln Ihr Rad ins rechte Licht, etwa mit zusätzlichen Plastikstrahlern. Auch Sie und Ihre Kleidung werden mit Reflektoren besser sichtbar (Anhänger oder Klebestreifen). Gehen Sie mit einer Stirnlampe als leuchtendes Beispiel voran.

Schwitzen in der Sauna

Erst heiß, dann kalt: Wer regelmäßig sauniert, trainiert die Thermoregulation des Körpers: Im Sommer schwitzen Saunafreunde weniger und frieren im Winter nicht so schnell – Erkältungsviren können ihnen weniger anhaben.

Tee schlürfen

Gebäck, Kerzenschein, die ersten Schneeflocken. Fehlt nur ein frisch gebrühter Tee. Machen Sie aus der Zubereitung ein Ritual für sich und Ihre Lieben. In der Apotheke können Sie Ihren eigenen Lieblingstee mischen lassen. Sie haben die Wahl: grün, schwarz, Kräuter, mit Zimtnote oder Ingwer­geschmack.

Unten anfangen

Die richtige Kleidung beim Outdoor-Sport schützt vor Erkältung. Funktionswäsche nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf und trocknet schnell. Bei Feuchtestau kühlt der Körper leicht aus, was die Kraftreserven erschöpft. Wichtig: Nicht nur die Unterwäsche, auch Pulli und Jacke sollten aus modernem Funktionsmaterial sein.

Viel schlafen

Jeden Morgen wie gerädert aufzustehen macht missmutig und anfälliger für Infektionen. Deswegen: Achten Sie auf genügend Schlaf, damit Sie fit durch die dunklen Wintermonate kommen.

Wärmflasche füllen

Es ist wieder so weit: Sie stehen verfroren am Bahnsteig und wünschen sich, zu Hause mit Decke und Wärmflasche auf dem Sofa zu liegen. Der kleine Wohlfühltank ist für Eiszapfen auf zwei Beinen die beste Wohlfühlmedizin. Wickeln Sie die Wärmflasche in ein Tuch, damit Sie sich nicht verbrühen. Wer unter Sensibilitätsstörungen leidet (Diabetes), muss achtgeben.

XXL-Portion Pflege

Schon bei vier Grad Außentemperatur lässt die Talgproduktion nach. Drinnen setzt der Haut die trockene Heizungsluft zu. Sorgen Sie deshalb für eine Extraportion Pflege. Der Apotheker berät Sie, welche Wirkstoffe Ihre Haut am besten verwöhnen.

Yoga-Matte ausrollen

Wer sich auf die indische Lehre einlässt, spürt schnell, wie man auch mit einfachen Übungen körperlich und seelisch ins Gleichgewicht kommen kann. Stimmt die Balance, sind Sie gut gegen Erkältungskeime und Weihnachtsstress gewappnet. Wenn Ihnen Yoga nicht zusagt, probieren Sie es doch mal mit Qigong.

Zitrone auspressen

Eine warme Zitrone! Der Klassiker im Kampf gegen Husten und Schnupfen. Dabei enthält die Frucht gar nicht so viel Vitamin C. Doch das Getränk befeuchtet die Schleimhäute, sie können Krankheitskeime besser abwehren. Aber: Vitamin C ist hitzeempfindlich. Gekochtes Wasser erst abkühlen lassen, dann aufgießen und zügig trinken.



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