Inkontinenz: Schwachpunkt Blase oder Darm

Blasenschwäche oder Stuhlinkontinenz dürfen kein Tabuthema mehr sein. Es gibt wirksame Hilfen

aktualisiert am 29.07.2011

Geht ungewollt Harn oder Stuhl ab: Ohne Scheu darüber sprechen und die geeignete Therapie finden

Jupiter Images GmbH/Goodshot

Viele Betroffene reden nicht über ihr Leiden, nicht einmal mit ihrem Arzt. Sie nehmen es hin und versuchen, irgendwie damit zurechtzukommen. Bis es nicht mehr geht und sie sich kaum noch aus dem Haus trauen. Denn sie können den Harn- oder Stuhlabgang nicht mehr kontrollieren, nicht mehr halten. Genau das bedeutet Inkontinenz.

Eine Blasen- oder Darmschwäche kann die Lebensqualität erheblich einschränken und die Beziehung zu anderen Menschen erschweren. Denn da jederzeit Harn oder Stuhl abgehen kann, ist die Angst groß, in unangenehme Situationen zu geraten und auch zu riechen. Dabei gibt es heute viele Mittel und Wege, die Inkontinenz in den Griff zu bekommen und damit wieder unbeschwert aktiv zu sein und am sozialen Leben teilzunehmen. Hierbei helfen ein offenes Wort mit dem Arzt und gute Information.


Blasenschwäche oder Harninkontinenz hat unterschiedliche Formen und Ursachen. Normalerweise sind wir in der Lage, den Blasenschließmuskel willentlich zu öffnen oder zu schließen und so dem Harndrang nachzugeben oder ihn zurückzuhalten. Das gelingt nicht mehr, wenn die Beckenbodenmuskeln zu schwach sind. Vor allem Frauen haben damit zu tun, denn die Muskeln um After, Scheide und Harnröhre sind anfälliger für Störungen. Sie werden durch Geburten, Hormonumstellungen oder Veränderungen im Alter in Anspruch genommen. Auch einige Erkrankungen beeinflussen die Nerven und die Muskelfunktionen negativ.

Ist die Muskulatur zu schlaff, geht beim Husten, Niesen, Lachen oder bei körperlicher Anstrengung ungewollt Urin ab. Hier sprechen Mediziner von Belastungsinkontinenz. Bei einer Dranginkontinenz haben die Betroffenen ständig das Gefühl, auf die Toilette gehen zu müssen. Der Harndrang ist aber so groß, dass sie oft den Weg bis dorthin nicht mehr schaffen.

Auch Männer können durch bestimmte Erkrankungen wie etwa Diabetes oder Prostataleiden mit verstärktem Harndrang, abgeschwächtem Harnstrahl oder vermehrtem Wasserlassen zu kämpfen haben.

Ein noch größeres Tabuthema ist für viele Erkrankte eine Darmschwäche oder Stuhlinkontinenz. Wenn die Nerven und Muskeln im Bereich des Enddarms nicht mehr richtig funktionieren, kommt es zu unwillkürlichen Stuhlentleerungen. Auch ein verändertes Hämorroidalgeflecht, weitere Ursachen wie ein Vorfall der Darmschleimhaut oder altersbedingte Schwächen können verantwortlich dafür sein.

Regelmäßiges Training der beteiligten Muskeln ist das A und O der Inkontinenztherapie. Hiermit lassen sich langfristig erstaunliche Erfolge erzielen. Der Arzt kann zudem Medikamente verordnen sowie in fortgeschrittenen Fällen passende operative Maßnahmen erwägen. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten, das Leben zu erleichtern, etwa durch spezielle Einlagen. Mehr über geeignete Therapien und das Leben mit Inkontinenz erfahren Sie hier auf dieser Seite. Sehen Sie sich dazu die Beiträge in der rechten Spalte an.




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