Hautpflege bei Kortison-Behandlungen

Kortison kann die Haut beanspruchen und austrocknen. Wie Sie Ihre Schutzhülle dann am besten schützen, erklärt Apothekerin Anne Burth
von Elke Schurr, 06.09.2017

Rückfettende Cremes pflegen trockene Haut bei Kortison-Behandlungen

W&B/Andreas Hoffmann

Kortisontabletten stoppen Entzündungen im Körper, hemmen aber auch die Zellteilung in der obersten Hautschicht und verhindern, dass neues Bindegewebe entsteht. Mögliche Folge: Die Haut wird spürbar dünner und weniger elastisch. Bei einer Dauerbehandlung mit höher dosiertem Kortison kann sich eine empfindliche Pergamenthaut entwickeln, der schützendes Unterhautfettgewebe fehlt und die sehr leicht einreißt.

Anne Burth, Apothekerin aus Wangen im Allgäu

W&B/Stephan Höck

Deshalb sollten Sie Ihre Haut nie trocken rubbeln, sondern mit einem Handtuch behutsam abtrocknen. Zum Waschen und Duschen verwenden Sie am besten nur lauwarmes Wasser. Baden trocknet die Haut zusehr aus. Benutzen Sie seifenfreie, pH-hautneutrale Dusch­öle oder -cremes. Je sparsamer Sie damit umgehen, umso besser. Für die Pflege danach sind Wasser-in-Öl-Emulsionen das Richtige: Sie wirken rückfettend und befeuchten die Haut. Ihr Apotheker kann Ihnen zudem spezielle Pflegepräparate empfehlen, die die Hautbarriere stärken und damit Ihre Haut widerstandsfähiger machen.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Ihre Haut größere Verletzungen zeigt. Kleine Risse und Wunden sind häufig Eintrittspforten für Keime. Offene Stellen oder andere Auffälligkeiten sollte frühzeitig der Arzt begutachten.


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