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Das hilft gegen Altersflecken

Viele ältere Menschen empfinden Altersflecken als störend. Aber sind sie auch gefährlich? Und wie lassen sie sich behandeln und entfernen?


Altersflecken: Die Sonne hinterlässt ihre Spuren auf unserer Haut

Warum siedeln Altersflecken sich eigentlich bevorzugt an den Händen und im Gesicht an? Ganz einfach: Die Pigmentstörungen entstehen im Zusammenspiel mit UV-Licht, sind eine Spätfolge von zu viel Sonne. Und die am meisten von der Sonne beschienenen Körperstellen sind eben üblicherweise Hände und Gesicht.

Insofern wäre es korrekter, wenn die Verfärbungen auch im Deutschen Sonnenflecken heißen würden, wie einer ihrer lateinischen Namen (Lentigo solaris) lautet. „Altersflecken sind ein eindeutiges Zeichen von Lichtschaden“, erklärt Dr. Elisabeth Schuhmachers, Dermatologin aus München. Je älter der Mensch wird und je intensiver er im Laufe seines Lebens der UV-Strahlung ausgesetzt war, umso wahrscheinlicher tauchen die Flecken bei ihm auf.


Keine Sonne, keine Altersflecken?

Bedeutet das im Umkehrschluss: keine Sonne, keine Altersflecken? Ganz so einfach ist es nicht. Aber wer Altersflecken möglichst verhindern möchte, sollte sich nicht zu oft der Sonne aussetzen und auf einen guten UV-Schutz achten. Allerdings „gibt es neben dem Zusammenspiel mit dem UV-Licht auch eine genetische Prädisposition“, so Schuhmachers.

Sind Altersflecken harmlos oder gefährlich?

In der Regel sind Altersflecken harmlos. Trotzdem sollten Personen mit Altersflecken ihre Haut regelmäßig vom Arzt begutachten lassen. „Menschen, die durch jahrelange Sonneneinwirkung Altersflecken haben, sind theoretisch auch gefährdet, maligne Melanome, weißen Hautkrebs oder aktinische Keratosen zu haben“, sagt Schuhmachers. Bei letzteren handelt es sich um Gewebsveränderungen, die ein erhöhtes Hautkrebsrisiko bergen. Um festzustellen, ob es sich wirklich nur um harmlose Altersflecken oder Hautkrebsvorstufen handelt, wird der Hautarzt aus diesem Grund gegebenenfalls Gewebeproben entnehmen.

Wie lassen sich Altersflecken entfernen?

Handelt es sich um reine Altersflecken, besteht gesundheitlich gesehen kein Grund zur Sorge. Vor allem Frauen stören sich jedoch oft an den braunen Tupfen an Händen, Armen und im Gesicht und würden sie lieber loswerden als mit Make-ups zu kaschieren. Doch Achtung: Vor einer Behandlung - egal welcher Art - sollte unbedingt ein Arzt sicherstellen, dass es sich wirklich um harmlose Altersflecken handelt. Die Krankenkassen zahlen Therapien, die der Entfernung der Flecken dienen, üblicherweise nicht, da es sich um eine rein ästhetische Leistung handelt. Erkundigen Sie sich daher vorab, welche Kosten dabei auf Sie zukommen.

Gerade bei Therapiemethoden wie der Laserbehandlung ist es wichtig, dass ein erfahrener Hautarzt sie anwendet. Er kann und sollte auch über mögliche unerwünschte Wirkungen der verschiedenen Behandlungsansätze aufklären. Nach der Therapie ist meist für einige Zeit besonders konsequenter Sonnenschutz notwendig. Erkundigen Sie sich genau bei Ihrem Arzt, wie dieser aussehen sollte und wie lange Sie darauf achten müssen!

Um Altersflecken zu entfernen, gibt es verschiedene Verfahren:

1. Laserbehandlung

„Altersflecken lassen sich am besten gezielt mit dem Laser behandeln“, so Schuhmachers. Dabei gibt der Laser starke Energieimpulse ab, die die Pigmente zerstören. „In der Regel benötigt man dafür ein bis zwei Sitzungen“, so die Hautärztin. Allerdings gibt sie zu bedenken: „Das Lasern ist nur im Winter sinnvoll, weil man danach für drei Monate nicht in die Sonne darf.“

2. IPL-Technik

Die IPL-Technologie geht nach einem ähnlichen Prinzip vor. Auch hier werden die Pigmente mit hochenergetischem Licht einer Blitzlampe bearbeitet.

3. Peelings

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung der Flecken mit Peelings. Chemische Präparate, beispielsweise mit Fruchtsäure oder Trichloressigsäure, werden dabei auf die betroffenen Areale aufgetragen, um die oberste Schicht abzulösen. Eine neue, hellere Hautschicht bildet sich nach. Vorsicht: Ein solches Peeling sollte nur von erfahrenen Experten durchgeführt werden, da Nebenwirkungen wie die Entstehung von Narben möglich sind.

4. Bleichcremes

Recht beliebt, weil auch zu Hause anwendbar und relativ günstig, sind in der Apotheke erhältliche Bleichcremes, die Altersflecken durch Substanzen wie Brunnenkresse-Extrakt oder Vitamin C aufhellen und die Pigmentierung reduzieren sollen. Allerdings kann sich die Behandlung über mehrere Wochen hinziehen bis man einen ersten Erfolg sehen kann. Die Dermatologin gibt außerdem zu bedenken, dass nicht jeder diese Cremes verträgt und die Haut bisweilen gereizt reagieren kann. Vorsicht: Die Creme wirklich nur auf die Altersflecken auftragen, sonst wird auch die benachbarte Haut heller.

5. Kältebehandlung

Nicht mehr so häufig wird die Kyrotherapie (Kältebehandlung) angeboten. „Der Hautarzt vereist dabei die betroffenen Areale mit flüssigem Stickstoff“, erklärt Schuhmachers. „Heute wird das nur noch selten gemacht, da sehr oft Narben blieben.“

6. Dermabrasion

Dabei schleift der Dermatologe mit Hilfe eines speziellen mechanischen Schleifinstruments die oberste Hautschicht ab. Meist genügt dafür eine örtliche Betäubung. Auch dieses Verfahren wird laut Dr. Schuhmachers kaum mehr angewendet oder empfohlen, da oftmals Narben oder Rötungen bleiben können.




Bildnachweis: Shotshop/Cydonna

Sandra Schmid / Senioren Ratgeber; aktualisiert am 14.07.2014, erstellt am 27.01.2011
Bildnachweis: Shotshop/Cydonna

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