Anmelden | Registrieren
Drucken

Bessere Therapien:
So entsteht eine Arznei

Bis ein Medikament als Tablette vorliegt, durchläuft es entscheidende Testphasen

Forschung

Test mit einem Genchip

1. Auf Spurensuche

 

Die Genforschung hat den Arzneientwicklern neue Chancen eröffnet: Sie kommen näher an die Ursachen einer Krankheit heran und finden so präzisere Angriffspunkte für Medikamente. Dabei helfen Gen-Chips (oben), die Defekte im Erbgut einer kranken Zelle anzeigen. Alterskrankheiten bleiben knifflig: Hier ist eine Vielzahl von Genen beteiligt.

 


Forschung

Im Labor

2. Was tut sich in der Zelle?

 

Ein Laborant bereitet eine Nährlösung vor, mit der Zellen angezüchtet werden. Pharmaforscher arbeiten oft mit kranken Zellen – etwa von den Gefäßwänden. An dieser kleinsten Einheit des Lebens lässt sich gut studieren, wie der Stoffwechsel mit Medikamenten korrigiert werden kann.


Forschung

Ultraschallaufnahme

3. Praxistest

 

Aufnahmen des Herzens zeigen, was im kranken Gewebe geschieht. Dafür sind Tierversuche nötig. Die Experimente werden realitätsnah gestaltet – auch um ihre Zahl möglichst gering zu halten: Checks erfolgen mit den gleichen Methoden wie beim Menschen, etwa Ultraschall.


Forschung

Substanzbibliothek

4. Schatzkammer

 

Über eine Million Stoffe lagern in den Regalen der Substanzbibliothek. Sie sollen eine möglichst große Bandbreite chemischer Verbindungen widerspiegeln. Einige davon sind Naturstoffe, die meisten aber werden von Chemikern im Labor entworfen. Die Bibliothek liefert das Ausgangsmaterial für die Wirkstoffe.


Forschung

Ergebnisprüfung

5. Tests am Fließband

 

„Aussieben“ lautet die deutsche Übersetzung für die Wirkstoffsuche. Dabei helfen Roboter: Sie träufeln Stoffe aus der Substanzbibliothek – oft mehr als eine halbe Million – in ebenso viele winzige Reaktionsgefäße, in denen zum Beispiel ein krank machendes Eiweiß enthalten ist. Ein Assistent (links) sichtet die Ergebnisse: Welcher Stoff erzielt einen Effekt?

 


Forschung

Tabletten auf dem Prüfstand

6. Die richtige Verpackung

 

Ein neuer Wirkstoff wird erstmals zu Tabletten gepresst. Die Zubereitung wird anschließend getestet: Ist die Tablette stabil, hält sie auch Licht und Hitze aus? Bei der Wahl der Arzneiform spielt Patientenfreundlichkeit eine große Rolle: Tabletten mit Filmüberzug und abgerundeten Ecken kommen am besten an.



Bessere Therapien – Teil 2

Forscher in eigener Sache

Immer mehr Ältere machen bei Arzneitest mit. Wir begleiteten einen Studienteilnehmer »

Kai Klindt, www.senioren-ratgeber.de; 11.11.2008, aktualisiert am 15.09.2009
W&B/Bert Bostelmann

Zum Thema

Arzneimittel:

Auf dem richtigen Weg

Spray, Zäpfchen, Pflaster. Warum es mehr als Pillen gibt »

Medikamente gegen Herzschwäche

Wie wirken Beta-Blocker? Welche Nebenwirkungen haben ACE-Hemmer? Dieses Glossar bietet Ihnen einen kleinen Überblick »

Gesundheitspolitik

Klarheit zu den Rabatt-Verträgen

Ständig neue Medikamente: Die Rabattverträge der Kassen führen zu Verwirrung »

Tipps rund um Tabletten & Co.

Medikamente richtig einnehmen

Was bedeutet vor oder nach dem Essen? Womit sollte man Tabletten hinunterspülen? Hier finden Sie Informationen »

Arzneimittel-Pflaster: So klebt's richtig

Damit das Medikament gut wirken kann, sollten Sie einiges beachten »

Arzneimittel nie im Liegen einnehmen

Auch wer bettlägrig ist, sollte sich zur Einnahme von Medikamenten unbedingt aufsetzen »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG