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Hausbesuch
... bei einer Hörgeräteakustikerin

Es ist nicht immer leicht für Sylvia Zimmer, ihren Kunden ein Hörgerät anzupassen. Gilt es doch als Zeichen des Alters

Patient beim Hörtest

Anprobe eines Hörgeräts: Eine genaue Passform ist Voraussetzung für langen Tragecomfort

Zu Ihnen kommt keiner gerne. Richtig?

Ja, zumindest beim ersten Mal. Vorhin sagte eine Kundin: „Das ist heute der Gang nach Canossa.“ Ein Hörgerät gilt als Altersmakel, mehr als Falten.

Wie schaffen Sie es da, Ihre Kunden von einem Hörgerät zu überzeugen?

Mit viel Herz, ich verstehe ja, dass es schwerfällt. Aber auch mit viel Information. Sehen Sie sich das Modell hier an, kleiner als ein Zuckerstück. Das sieht man kaum noch. Wenn die Leute beim ersten Ausprobieren merken, dass sie wirklich besser hören, habe ich gewonnen – und der Kunde auch.

 


Hörgeräte-Akustikerin

Die Münchnerin Sylvia Zimmer arbeitet als selbstständige Hörgeräteakustik-Meisterin. Die Ausbildung für diesen Handwerksberuf dauert drei Jahre.

Wie lange dauert es, bis das Hörgerät perfekt angepasst ist?

Acht Wochen. Manchmal auch drei Monate. Der Kunde braucht Geduld, wir probieren diverse Modelle aus.

Wie viel kann man denn maximal für die kleinen Helfer ausgeben?

Etwa drei- bis viertausend Euro.

Ist gutes Hören eine Frage des Budgets?


Ja, auch. Teure Geräte erlauben zum Beispiel eine viel feinere Einstellung der verstärkten Laute. Aber selbst Kassenmodelle leisten heute eine Menge.

Ihre schönste Rückmeldung von Kunden?


Der Satz eines Vierjährigen zu seiner Großmutter: „Mensch, Oma, endlich verstehst du mich.“



Senioren Ratgeber / GesundheitPro; 20.10.2008, aktualisiert am 04.02.2010
W&B/Bernhard Huber, W&B/Bert Bostelmann

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