Vorbereitung:
Nur ein Baby braucht ein „Lätzchen“, bieten Sie stattdessen eine Serviette an. Setzen Sie sich auf Augenhöhe neben Ihren Angehörigen.
Stellen Sie das Bettende so hoch, dass er aufrecht sitzt. Sein Kopf sollte leicht nach vorne gebeugt sein.
Stellen Sie ein Tablett mit Füßen im Bett über den Oberschenkeln des Kranken auf. Niedriges Geschirr sollte vorne, hohes Geschirr hinten stehen, damit es nicht umkippt.
Tassen oder Becher aus Kunststoff fallen schnell um, außerdem verändern sie das Geschmacksempfinden. Bieten Sie nur einen Schnabelbecher an, wenn es zwingend erforderlich ist.
Essen reichen:
Reichen Sie nur das Essen an, wenn Ihr Angehöriger nicht mehr selbst essen kann. Zerkleinern Sie das Essen nur in seiner Gegenwart und falls nötig.
Warten Sie immer ab, bis Ihr Gegenüber die Portion geschluckt hat. Wischen Sie Speisereste in seinem Mundwinkel mit der Serviette ab. Machen Sie das nicht mit einem Löffel, um dann die Essensreste wieder in den Mund zu schieben.
Wer gleichzeitig isst und spricht, verschluckt sich leicht. Die Gefahr droht auch, wenn man Essen mit einem Getränk herunterspült.
Führen Sie die Speise nicht zu tief in den Mund, um keinen Würgereiz hervorzurufen. Der Löffel sollte beim Herausziehen nicht mit den Schneidezähnen in Berührung kommen. Das löst besonders bei dementen Patienten schnell einen Beißreflex aus.
Möchte der Kranke seinen Mund nicht öffnen, berühren Sie sanft seine Lippen mit der Spitze des Löffels. Keine Gewalt anwenden!
Diese Handgriffe helfen:
Unterstützen Sie Ihren Angehörigen, wenn er halbseitig gelähmt ist. Führen Sie seine Hand mit dem Löffel zum Mund. Das aktiviert die Selbstheilungskräfte.
Stützen Sie mit der Hand den Kopf leicht ab. Dann ist die Gefahr, sich zu verschlucken, nicht so groß.
Senioren Ratgeber;
19.12.2011
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr
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