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Worauf es beim Händewaschen ankommt

Seife oder Gel, heißes oder kaltes Wasser zum Händewaschen? Wie Sie sich vor Krankheitserregern schützen


Die Seife beim Händewaschen auch in den Fingerzwischenräumen verteilen

Keime, die Erkältungen oder Magen-Darm-Grippen verusachen, schwirren nicht durch die Luft. Sie lauern vielmehr auf den Oberflächen von Gegenständen, die wir täglich berühren: auf Türklinken, Griffen von Einkaufswagen, Haltestangen in Bussen oder Bahnen. Fasst man sich danach zum Beispiel ins Auge, dringen die Erreger in den Körper ein und machen krank. Zu 80 Prozent stecken wir uns – und andere – auf diese Weise an. Deshalb ist gründliches Händewaschen wichtig. 55 Prozent aller Infekte könnten wir so verhindern. Wissen Sie, worauf es dabei ankommt?

Wie oft am Tag?

Sie halten sich viel zu Hause auf? Grundsätzlich sollte man die Hände vor und nach dem Essen, nach dem Toilettengang, dem Naseputzen, dem Husten und dem Abfallent­sorgen waschen. Wer aber unterwegs ist, vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sollte die Prozedur entsprechend häufiger durchführen.


Seife oder Waschgel – was ist besser?

Benutzen Sie eine milde Reinigungs­lösung oder ein seifenfreies Syndet – sie entfetten wenig, und ihr pH-Wert entspricht dem der Haut. Für Sensible ist ein Handwaschöl eine gute Lösung. Aggressive Reinigungsmittel machen die Haut spröde und rissig – und anfällig für Infektionen. Doch noch wichtiger als die Wahl des Reinigungsmittel ist die Dauer des Händewaschens, ergab eine Studie der Universität Regensburg: 20 bis 30 Sekunden braucht es, bis Krankheitserreger im Abfluss verschwinden. Wie es richtig geht, sehen Sie unten.

Sind antibakterielle Seifen sinnvoll?

„Lassen Sie besser die Finger davon“, empfiehlt Dr. Thomas Holzmann vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg. „Produkte, die zum Beispiel den Bakterienhemmer Triclosan enthalten, können Erreger resistent machen oder Allergien auslösen.“

Muss das Wasser heiß sein?

„Nein, Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Wassertemperatur eine untergeordnete Rolle spielt“, so Holzmann. Kaltes oder lauwarmes Wasser aus dem Handwaschbecken reicht völlig aus.

Keine Waschgelegenheit – was nun?

Fassen Sie unterwegs so wenig wie möglich an. Achten Sie darauf, dass Sie sich mit den Fingern nicht ins Gesicht greifen. Wer große Angst vor einer Ansteckung hat, kann etwa Türgriffe mit dem Ellbogen betätigen. Wem das noch nicht reicht: In der Apotheke gibt es Desinfektionstücher auf Alkohol­basis, mit denen Sie zum Beispiel den Griff eines Einkaufswagens reinigen können.

Ist gründliches Abtrocknen wichtig?

Unbedingt. Trockene Hände machen es den Keimen viel schwerer, sich auf der Haut festzusetzen. Meiden Sie Gemeinschafthandtücher – besser sind Einmaltücher aus Stoff oder Papier.

Erkältet! Wie schütze ich andere?

Halten Sie Abstand. Verzichten Sie bei einer Erkältung auf einen Händedruck, eine Umarmung oder einen Begrüßungskuss auf die Wange. Husten und niesen Sie hygienisch – statt in die Hand in den Hemdsärmel oder das Taschentuch, das Sie am besten gleich im Mülleimer entsorgen.




Bildnachweis: Panthermedia/Steven Heap

Petra Haas / Senioren Ratgeber; 02.04.2012, aktualisiert am 03.04.2012
Bildnachweis: Panthermedia/Steven Heap

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