Prostata: Harmlose Vergrößerung oder Krebs?

Prostataprobleme sind vor allem im Alter ein häufiges Männerleiden. Der Arzt kann oft helfen. Das sollten Sie über die Vorsteherdrüse wissen
aktualisiert am 16.03.2017

Männerleiden: Fast jeder Zweite über 50 hat Probleme mit der Prostata

Banana Stock/RYF

Sie ist nur so groß wie eine Kastanie, bereitet aber vor allem Männern jenseits der 50 häufig Probleme: die Prostata. Denn mit zunehmenden Alter vergrößert sich das kleine Organ, welches direkt unter der Blase liegt, oft. Wie sehr, das ist von Mann zu Mann verschieden – genauso wie die Probleme, die sich aus dem Wachstum ergeben können: Während den einen Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl oder das Gefühl, die Blase nie richtig leeren zu können zu schaffen macht, müssen andere aufgrund eines stärkeren Harndrangs immer häufiger das stille Örtchen aufsuchen.

Viele Männer ertragen die Beschwerden allerdings lieber anstatt sich einem Arzt anzuvertrauen – aus Scham oder aus Angst, es könnte sich um Prostatakrebs handeln. Frühe Gewissheit kann hier nicht nur Zweifel und Ängste ausräumen, wenn es sich doch nur um eine Prostatavergrößerung handelt, sondern unter Umständen auch Leben retten. Deshalb: Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen wahr! Die Krankenkassen bezahlen jedem Mann ab dem Alter von 45 Jahren einmal jährlich eine Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs.

Prostata: Operation kann sinnvoll sein

Häufig steckt kein Krebs, sondern eine gutartige Prostatavergrößerung hinter den Beschwerden. Dann ist die Untersuchung eine gute Gelegenheit, die bestehenden Probleme mit dem Arzt zu besprechen. Bei schwachen Symptomen können vielleicht pflanzliche Arzneien Abhilfe schaffen. Der Arzt kann auch Medikamente verschreiben. Manchmal ist ein chirurgischer Eingriff nötig – etwa, weil die Blase nicht mehr richtig entleert werden kann oder weil bereits mehrfach Harnwegsinfektionen aufgetreten sind. Welche Behandlungsmethode die richtige ist, müssen Arzt und Patient individuell miteinander entscheiden.

Auf jeden Fall gilt: Keine falsche Scheu. Wenn Sie glauben, Probleme mit der Prostata zu haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Das ist besser, als sich alleine mit Ängsten und Zweifeln zu quälen oder Beschwerden zu ertragen, die vielleicht beseitigt werden können.


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