Allein an Weihnachten? Das muss nicht sein

Manche älteren Menschen haben niemanden, mit dem sie Weihnachten feiern können. Wir zeigen Alternativen zum Alleinsein

von Stephan Soutschek, aktualisiert am 22.12.2015

Einsam unterm Christbaum: Weihnachten ist für viele Alleinstehende eine Belastung

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Weihnachten ist ein Familienfest. Doch manche älteren Menschen verbringen den 24. Dezember oder sogar die kompletten Feiertage allein. Grund für die Einsamkeit ist oft der Verlust des Partners. In vielen Fällen haben die Kinder längst eigenen Nachwuchs und kommen nur am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag zu Besuch. Wenn überhaupt.

Viele Alleinstehende werden sich zu Weihnachten ihrer Einsamkeit besonders schmerzhaft bewusst. Um mit diesen Gefühlen umzugehen, gibt es kein Patentrezept. "Das ist individuell. Was für den einen richtig ist, stimmt für den anderen nicht", sagt Familientherapeutin Ariane Grünberger aus Hannover. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit dem Alleinsein an Weihnachten umzugehen. Welche für einen selbst die beste ist, muss dabei jeder für sich selbst entscheiden.


1. Ausgehen

Ein bewährtes Mittel gegen Einsamkeit: Rausgehen und Leute treffen. Auch an Heiligabend gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die zu einem Besuch einladen: Das Angebot reicht von Konzerten bis hin zu Gottesdiensten mit anschließender Feier. Es lohnt sich, das Programm von Sozialverbänden, Seniorenheimen und anderen Veranstaltern vor Ort zu durchforsten.

2. Verreisen

Wer sich rechtzeitig darum kümmert, kann auch eines der speziellen Reiseangebote buchen, die es zu Weihnachten gibt. Die Vorteile: Man trifft dort in der Gruppe Gleichgesinnte und ist fernab des alltäglichen Umfelds, das einen an das Alleinsein erinnert.

3. Gleichgesinnte einladen

Eine weitere Alternative: Freunde zu sich nach Hause einladen. Wer sich ein wenig in seinem Bekanntenkreis umhört, findet bestimmt Menschen, denen es ähnlich geht – oder die einen einladen, gemeinsam mit ihrer Familie zu feiern.

4. Sich daheim verwöhnen

Doch nicht jeder mag an Heiligabend eine Veranstaltung besuchen oder mit Freunden feiern. Manch einer bleibt lieber daheim und begeht Weihnachten besinnlich allein. Warten Sie nicht untätig darauf, bis der Abend vorüber geht, sondern gestalten Sie Ihre Zeit aktiv.

"Wieso nicht sich ganz gepflegt selbst verwöhnen, wie man es für einen geliebten Menschen tun würde?", sagt Grünberger. Machen Sie etwas, das Sie ablenkt und Ihnen guttut: Schöne Musik hören, ein Schaumbad nehmen, den Lieblingsfilm ansehen. Wer mag, kann den Tisch festlich decken und sich ein mehrgängiges Menü kochen, um feierliche Stimmung aufkommen zu lassen.

Weihnachten: Ein Tag wie jeder andere?

Heiligabend einfach ignorieren und den 24. Dezember wie einen gewöhnlichen Tag behandeln, ist eher keine gute Idee. "Weihnachten ist ein Massenphänomen, dessen Sog man kaum entkommt", sagt Familientherapeutin Grünberger. Besser sich rechtzeitig Gedanken über die eigenen Bedürfnisse an Weihnachten machen. Und dann überlegen, wie diese sich umsetzen lassen.



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