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Besuch bei einem Flughafenarzt am Frankfurter Airport

Dr. Walter Gaber berichtet vom Leben als Notfallarzt am Rhein-Main-Flughafen

Dr. Gaber

Der leitende Notfallarzt am Flughafen in Frankfurt/Main, Walter Gaber (54), ist gleichzeitig ausgebildeter Krisenmanager für Pandemien wie zuletzt die Schweinegrippe

Ihre letzte Patientin war eine Russin auf der Durchreise. Wie klappt die Verständigung an einem so internationalen Ort?


Ich beherrsche Englisch und Französisch. Andere in unserem Team sprechen Spanisch und Serbokroatisch. Sonst unterstützen uns die Airlines mit Dolmetschern, sodass wir uns bislang noch mit jedem Patienten verständigen konnten.

Können Sie sich vorstellen, eine Praxis auf dem Land zu haben?


Auf keinen Fall! Wir behandeln hier alles von Husten bis Malaria. Da ist jeder Tag eine neue Herausforderung. Besonders schön finde ich die Flughafengeburten. Die kommen leider nur ein- bis zweimal im Jahr vor.


Was sind weniger schöne Augenblicke?


Ich musste mal einem Ehepaar die Weltreise verbieten, auf die es lange gespart hatte. Die Frau hatte eine frische Operationsnarbe, die hätte beim Flug aufplatzen können.

Behandeln Sie Flugangst?


Nein, das geht nicht kurz vor Abflug. Das bedarf einer längeren Therapie.

Sie stehen auch im Dienst der Polizei.


Wir röntgen Personen, die versuchen, Diamanten oder Kokain im Darm durch den Zoll zu schmuggeln. Sie bekommen ein Abführmittel und müssen die Ware bei uns abgeben.



Julia Lüneburg / Senioren Ratgeber; 06.10.2009, aktualisiert am 06.10.2009
W&B/Martin Leissl

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