Alte Menschen brauchen weniger Schlaf

...und sind dennoch tagsüber fitter als jüngere

Senioren kommen mit weniger Nachtruhe aus

Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf als jüngere, dennoch sind sie tagsüber weniger müde, belegte ein Forscherteam um Dr. Derk-Jan Dijk an der englischen Universität Surrey. Der Untersuchung zufolge kommen ältere Menschen mit 40 Minuten weniger Schlaf aus. Bezogen auf eine Acht-Stunden-Phase schlafen Erwachsene im Alter von 66 bis 83 Jahren rund 20 Minuten weniger (sechseinhalb Stunden) als 40- bis 55-Jährige. Diese Altersgruppe schläft bereits 23 Minuten kürzer als jüngere Leute im Alter von 20 bis 30 Jahren. Sie schlafen im Durchschnitt sieben Stunden und 13 Minuten.

 

Um die Schläfrigkeit am Tag zu messen, mussten sich die Probanden in bequemer Position auf ein Bett legen und versuchen einzuschlafen. Bei den Jüngeren klappte dies nach durchschnittlich neun Minuten, Ältere benötigten hingegen 14 Minuten.

Unklar sind den Wissenschaftlern die Gründe für das sinkende Schlafbedürfnis. Zusammenhänge könnten mit Veränderungen im Hormonhaushalt oder des Gehirns bestehen. An der Studie beteiligten sich 110 Erwachsene, die nicht über Schlafstörungen klagten.