Einschlafprobleme – was tun?

Wenn sich die Gedanken nicht abstellen lassen oder das Essen schwer im Magen liegt, fällt das Einschlafen oft schwer. Apothekerin Jutta Rewitzer sagt, was hilft

von Elke Schurr, aktualisiert am 11.03.2016

Wach im Bett: Einschlafprobleme können verschiedene Ursachen haben

dpa Picture-Alliance/ALLESANDR

Frau Rewitzer, was kann eine Ursache für Einschlafprobleme sein?

Essen Sie abends spät und oft drei Gänge? Äußere Ursachen für schlechtes Einschlafen wie späte, schwere Mahlzeiten oder zu viel Kaffee, aber auch störendes Licht und Lärm lassen sich meist leicht abstellen.

Gibt es noch weitere Gründe?

Gehen Ihnen vielleicht Sorgen durch den Kopf? Bei einem Muskelentspannungs- oder autogenen Training lernen Sie auf lange Sicht, abends leichter abzuschalten. Volkshochschulen bieten oft Kurse für Einsteiger an. Übergangsweise helfen Pflanzenextrakte zum Einnehmen, die Schlaf- und damit die Lebensqualität zu verbessern: Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Lavendel, Melissenblätter und Passionsblume wirken beruhigend und angstlösend.


Jutta Rewitzer, Apothekerin in Furth im Wald

W&B/Jens Wegener

Vielleicht hindern Sie auch Dauermedikamente daran, in den Schlaf zu finden. Dazu zählen bestimmte Herz- und Kreislaufmittel. Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Apotheker Ihre gesamte Arznei. Zusammen mit Ihrem Arzt findet er im Einzelfall eine Lösung.

Was tun, wenn Einschlafen langfristig zum Problem wird?

Gehen Sie zum Arzt, wenn die Probleme länger als vier Wochen andauern, wenn Sie zusätzlich andere Beschwerden wie Schmerzen oder Kribbeln in den Beinen bei sich erkennen oder wenn Sie insgesamt ein starkes Krankheitsgefühl haben.


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Bildnachweis: dpa Picture-Alliance/ALLESANDR, W&B/Jens Wegener

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