Wie alt ist Ihre Matratze? Nach acht bis spätestens zwölf Jahren sollten Sie sie entsorgen und gegen eine neue tauschen. Dann ist die Unterlage meist durchgelegen und hat mehrere Hundert Liter Schweiß und Millionen Hautschüppchen aufgenommen.
Große Auswahl
Doch die richtige zu finden ist angesichts der Fülle von Modellen und Angeboten auf den ersten Blick gar nicht so leicht. In Werbeprospekten, Kaufhäusern, bei Matratzen-Discountern und im Versandhandel übertrumpfen sich die Hersteller gegenseitig mit Werbeslogans wie sieben Liegezonen, antiallergischer Kern, klimaregulierender Bezug oder integrierte Wendehilfe. Unser Tipp: Schenken Sie ihnen keine Beachtung. Auch Tests, welche die Liegeeigenschaften unter die Lupe nehmen, sind für den Einzelnen wenig aussagekräftig. Eine Matratze, auf der ein Testschläfer prima liegt, ist vielleicht gar nicht die richtige für Sie.
Die beste Chance, eine passende Matratze zu finden, haben Sie in einem Bettenfachgeschäft vor Ort. Hören Sie sich in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis um. Vermutlich kann Ihnen jemand eines empfehlen. Rufen Sie dort vorab an, und fragen Sie, an welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit am wenigsten los ist, sodass Sie sich in Ruhe umsehen können.
Beschwerden und Wünsche angeben
Ein guter Berater nimmt sich eine Stunde Zeit für Sie. Er fragt nach Ihrem Körpergewicht sowie Ihrer Größe und erkundigt sich nach Beschwerden und Vorerkrankungen. Vor Ort sollten Sie Gelegenheit haben, auf verschiedenen Matratzen – ohne Plastikverpackung – Probe zu liegen.
Haben Sie Probleme mit der Hüfte oder Schmerzen im Schultergelenk? Schwitzen Sie nachts stark, oder frieren Sie leicht? Schlafen Sie allein auf der Matratze oder zu zweit? Ist es Ihnen wichtig, dass der Bezug gut waschbar oder die Unterlage möglichst leicht ist? Geben Sie solche Aspekte unbedingt an.
Ein Profi wird Sie auffordern, sich abwechselnd auf den Rücken und auf die Seite zu legen. So kann er unter anderem feststellen, ob Schulter und Becken gut einsinken können und die Wirbelsäule in der Seitenlage gerade verläuft. Er sollte Ihnen genau die Unterschiede darlegen und erklären, warum sich in Ihrem individuellen Fall ein Modell und ein Material vielleicht besser eignet als ein anderes.
Zum Testschlafen nach Hause
Leider ist das nur wenige Minuten dauernde Probeliegen oft nicht aussagekräftig genug. Daher geben gute Fachgeschäfte Matratzen zum Testen mit nach Hause. Oder sie bieten bei bestimmten Modellen innerhalb von mehreren Wochen einen Tausch des Kerns an – falls die Matratze doch ein wenig zu weich oder zu hart sein sollte. Nutzen Sie solche Möglichkeiten.
Immer mehr Geschäfte arbeiten mit einem Liegesimulator: Der Kunde legt sich auf eine Unterlage, die mit Messelektroden versehen ist – diese scannen den Körper in der Seiten- und Rückenlage. Ein Computer erstellt ein individuelles Stützprofil, das bei einem Kauf wiederum an den Hersteller weitergegeben wird. Dieser stellt die Matratze nach Maß her. Vorteil: Wer sein Gewicht verändert, kann ein neues Profil erstellen und die Matratze durch Austausch einzelner Elemente des Kerns anpassen lassen. Nachteil: Sie ist relativ teuer. Weil es sich um Maßarbeit handelt, kann man die Matratze nicht vor dem Kauf ausprobieren.
So klappt es mit der Nachtruhe in schwülen Sommernächten
Für Frischluft sorgen
Am besten frühmorgens und abends, wenn die Luft am kühlsten ist. Machen Sie tagsüber, wenn die Sonne in die Zimmer scheint, lieber die Schotten dicht. Fensterläden oder außenliegende Rollos halten die Hitze gut ab.
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So dunkel es geht
Dunkeln Sie Ihr Zimmer über Nacht so gut wie möglich ab, damit Sie nicht von den ersten Lichtstrahlen aus dem Schlaf gerissen werden.
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Leichtes Bettzeug
Verbannen Sie dicke Bettdecken. In warmen Nächten reicht meist ein Baumwolllaken. Legen Sie sich für alle Fälle eine dünne Wolldecke ans Bettende.
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Kein Schlummertrunk
Verzichten Sie auf Alkohol: Man schläft zwar schneller ein, der Schlaf ist aber weniger tief und damit nicht erholsam. Trinken Sie abends auch keinen koffeinhaltigen Tee oder Kaffee mehr.
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Nudeln zum Abendbrot
Kohlenhydrate, etwa Nudeln oder Kartoffeln, machen angenehm müde. Auch Milchprodukte wirken schlaffördernd. Achten Sie abends auf leicht verdauliche Speisen.
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Nur zum Schlafen ins Bett
Im Bett ein Buch lesen oder fernsehen? Keine gute Idee: Ihr Schlafzimmer sollte dem Schlafen vorbehalten sein.
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Feste Ruhezeiten
Der Körper hat eine innere Uhr und braucht regelmäßige Schlafzeiten. Gehen Sie deshalb täglich ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett. Wer lange wach liegt, sollte lieber ein wenig später ins Bett gehen.
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Schlafhelfer aus der Apotheke
Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welche Präparate bei Einschlaf- oder Durchschlafproblemen helfen.
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Doch eine gute Unterlage nützt Ihnen wenig, wenn der Lattenrost nicht dazu passt. Ob starr, verstellbar oder mit Motor: Entscheidend ist der Abstand zwischen den Querleisten – er sollte maximal vier Zentimeter betragen, damit die Auflage nicht durch die Latten gedrückt wird und so die Stützkraft verloren geht. Bei älteren Lattenrosten beträgt der Abstand nicht selten das Doppelte.
Kissen testen
Auch das Kopfkissen ist wichtig. Ist es zu hoch oder zu niedrig, kann die Nackenmuskulatur verkrampfen. Einige Fachgeschäfte bieten die Möglichkeit, Test-Kissen mit nach Hause zu nehmen. So vermeiden Sie, dass das neu erstandene Nackenstützkissen nach kurzer Zeit im Schrank verschwindet.
Ob Insektizide oder Flammhemmer: Bei verschiedenen Stichproben der Zeitschriften Öko-Test und test – Stiftung Warentest fanden sich in einigen Matratzen Schadstoffe. Wer sichergehen will, sollte die aktuellen Ausgaben lesen und sich bei der Suche gezielt auf die unbedenklichen Modelle konzentrieren – sofern diese vor Ort angeboten werden.
Qualitäts- oder Massenware?
Sprechen Sie das Thema Schadstoffe deshalb auch im Laden an: Bezieht der Hersteller einen Schaumstoff aus billigem Importmaterial aus Übersee oder aus Osteuropa? Dann sollten Sie vorsichtig sein und besser eine hochwertigere Matratze kaufen, von der Sie sicher wissen, dass sie in Deutschland oder Österreich gefertigt wurde.
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl: Fühlen Sie sich schlecht beraten, will man Ihnen ein bestimmtes Produkt oder ein Sonderangebot aufdrängen oder macht der Verkäufer keine genauen Angaben zum Hersteller, dann schauen Sie sich nach einem anderen Geschäft um. Wem Öko-Siegel wichtig sind, für den bieten die ökologisch orientierten Bettenhäuser eine gute Alternative.
Petra Haas / Senioren Ratgeber;
01.08.2011
Bildnachweis: Imagesource/Jon Feingersh
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