Fußboden: Parkett, Laminat oder Linoleum?

Pflegeleicht, gut mit Rollator begehbar – die Ansprüche an den Boden ändern sich im Alter. So entscheiden Sie richtig

von Petra Haas, aktualisiert am 12.04.2016

Umzug: Der richtige Fußboden will gut gewählt sein

Imago Stock & People/Westend61

1. Linoleum und Vinyl sind pflegeleicht

Wer es vor allem praktisch mag, für den eignen sich elastische Fußbodenbeläge aus Linoleum oder Kautschuk. Linoleum ist ein Naturprodukt aus Leinöl, Baumharz und Holzmehl – es wird aufgrund seiner Eigenschaften in vielen Senioreneinrichtungen verlegt. Beide Böden sind robust, vertragen Nässe, sind unempfindlich gegen Kratzer und leichtgängig für Rollatoren. Durch ihre nur geringe Aufbauhöhe ist ein Austausch problemlos möglich.

Experten raten zu einem leicht melierten Muster, damit nicht jeder Brösel darauf zu sehen ist. Ebenso pflegeleicht: Vinyl, früher als PVC bekannt. Es bietet zahlreiche Dekore, kann etwa das Aussehen von Holz, Naturstein oder Beton perfekt imitieren. Wer sich dafür entscheidet, sollte in jedem Fall nach hochwertigen Produkten fragen, die schadstoff- und emissionsarm sind.


2. Echtes Holz oder Laminat?

Für manche kommt nur massives Parkett infrage: Experten raten in stark beanspruchten Räumen wie Flur oder Wohnzimmer zu robusten, einheimischen Harthölzern wie Eiche. Geölte Holzböden benötigen beim nebelfeuchten Wischen ab und zu extra Pflege, vertragen es aber besser als lackierte, wenn etwas verschüttet wird. Preiswerter als ein Echtholzprodukt ist Laminat. Käufer sollten jedoch dessen Nachteile kennen: Es benötigt eine zusätzliche Trittschalldämmung, kleine Steinchen in der Schuhsohle hinterlassen Kratzer oder Löcher – dabei lässt es sich nicht abschleifen.

3. Beratung vom Profi ist hilfreich

Welche Fußbodenvarianten kommen infrage? Teppich etwa ist zu nässeempfindlich, ein Rollator gleitet nur sehr schwergängig darüber. Doch es gibt viele Alternativen: Anregungen holt man sich beim Bummel durch ein Möbelhaus. Ein Profi im Fachgeschäft wird darüber hinaus viele Fragen stellen: Wo soll der Boden eingesetzt werden? Welcher Pflegeaufwand ist leistbar? Tipp: zum Beratungstermin den Grundrissplan der Wohnung mitnehmen. So kann der Fachmann etwa mögliche Höhenunterschiede einkalkulieren und Verläufe besser planen – Holzdielen zum Beispiel sollten immer längs zu den Fenstern verlegt werden.

4. DIe richtigen Fliesen finden

Der Badumbau steht bevor? Damit man auf nassen Fliesen nicht ins Rutschen kommt, beim Kauf auf die Bewertungsgruppe B achten. Solche Fliesen sind besonders geeignet für den Barfuß-Nassbereich. Kleinere Fliesen können durch einen höheren Fugenanteil zusätzlich die Sturzgefahr bei Nässe hemmen. Viele Fachbetriebe sind mittlerweile Profis in Sachen Wohnraumanpassung – erkennbar am Logo "Mobil im Alltag".



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