Aerobic: Gymnastik mal anders

Senioren, die gerne Sport treiben, können auch gerne einmal Aerobic ausprobieren

Aerobic eignet sich für alle, die gerne tanzen

Die Idee:

Als der Militärarzt Kenneth Cooper in den 60er-Jahren sein Ausdauertraining für NASA-Astronauten entwickelte, konnte er nicht ahnen, dass er damit einen weltweiten Fitness-Boom auslösen würde. In den 70er-Jahren übersetzten Fitnesslehrer in den USA sein Herz-Lungen-Training "aerobics" in rhythmische Gymnastik und kombinierten die Übungen mit flotter Musik. Ein neuer Trend war geboren, den Schauspielerinnen wie Jane Fonda in den 80er-Jahren über das Fernsehen populär machten und der bis heute anhält.

 

So wirkt es:

Wer beim Sport noch genügend Luft zum Sprechen hat, trainiert „aerob“. Das aerobe Training ist günstig für Herz, Kreislauf und Fettstoffwechsel. Aerobic, die tänzerische Variante einer Ausdauergymnastik, fördert nicht nur die Kondition, sondern auch die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Bedingung: dreimal die Woche je 30 Minuten.

Wo gibt’s das?
Step- oder Aqua-Aerobic, Thairobic oder Jazz Dance? Alles Spielarten des Aerobic, die mehr oder weniger ihren Schwerpunkt auf das Kreislauftraining legen. Wenn Sie also in Volkshochschulen, Fitness-Clubs oder auch Sportvereinen einen Kurs machen wollen, sollten Sie diese Begriffe kennen. Übrigens: In der Gruppe macht es am meisten Spaß. Lernen sollten Sie es bei einem ausgebildeten Aerobic-Trainer.

 

So geht`s:

Jede Aerobic-Trainingseinheit besteht aus drei Phasen. Im Aufwärm-Teil (Warm-up) kommt der Körper langsam über kleine Übungen im Stand oder durch Laufen in der Halle auf Betriebstemperatur. Im Hauptteil (Cardio-Phase) sorgen die auf temporeiche Musik abgestimmten Schrittkombinationen für Kondition. 20 Minuten lang wird ein Sechstel aller Muskeln in Bewegung gehalten. Im Abwärmteil (Cool-down-Phase) kommen Kräftigungsübungen im Stehen, Liegen und Sitzen hinzu. Das Tempo ist verringert, die Herzfrequenz sinkt. Abschließende Dehnungsübungen lockern die Muskeln.

 

Für wen?

Wer gerne tanzt und sich von Rhythmen mitreißen lässt, vor allem aber so richtig ins Schwitzen geraten will, wird Aerobic lieben. Da es verschiedene Belastungsstufen gibt (low impact für Anfänger ist weniger anstrengend als high impact für Fortgeschrittene), können auch Ältere und Untrainierte einsteigen. Inzwischen gibt es spezielle Aerobic-Kurse für Senioren.

 

Eine typische Übung:

„Grapevine“: Schrittkombination mit 4 Schlägen (4 beats)

 

Erster Schritt nach links. Dabei mit der Ferse zuerst auftreten, das Gewicht ruht auf dem linken Bein. Das rechte Spielbein ist gestreckt, die Ferse hebt sich. Die Arme schwingen dabei zur Seite.

Jetzt das freie rechte Bein hinter dem linken Standbein kreuzen. Dabei leicht in die Knie gehen. Parallel dazu die Arme senken und vor dem Körper kreuzen. Standbeinwechsel: Gewicht ruht nun auf rechtem Bein.

Mit dem linken Bein wieder einen Schritt seitlich nach links machen: Die Arme schwingen dabei zur Seite. Danach erneuter Wechsel des Standbeins: Verlagern Sie das Gewicht wieder auf das linke Bein.

Arme senken. Rechtes Bein an das linke Bein heranziehen. Rechten Fuß am Boden auftippen.
Anschließend die gleiche Schrittfolge nach rechts. Sie beginnen mit dem rechten Bein.