Steile Berge erklimmen, schwere Einkäufe transportieren, mithalten, obwohl man sich nicht fit fühlt. Mit einem Pedelec-Rad ist all das möglich, so die Werbeversprechen der Hersteller. Die Zielgruppe: Berufspendler, die eine günstige Alternative zum Auto suchen – und Senioren. Diese zeigen sich der technischen Neuerung gegenüber besonders aufgeschlossen.
Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ – das bedeutet, ein Elektromotor gibt beim Treten Schwung, die Bewegung fällt leichter. Es gibt langsame Pedelecs bis 25 km/h – sie gelten rechtlich als Fahrräder, und man braucht für sie weder Führerschein noch Versicherung – und schnelle bis zu 45 km/h. Die Verkaufszahlen von Elektrorädern steigen rasant.
Doch macht das Fahrrad auch aus sportmedizinischer Sicht Sinn? „Absolut“, sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Der Puls schießt nicht in die Höhe, und der Kraftaufwand ist gering – für Menschen mit Gelenk- oder Atemwegsbeschwerden ist die Motorunterstützung oft der entscheidende Grund, wieder Rad zu fahren.“ Eine Probefahrt ist anzuraten – am besten mit Modellen unterschiedlicher Hersteller.
Petra Haas / Senioren Ratgeber;
04.07.2012
Bildnachweis: Mauritius/Westend61
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