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Darauf kommt es bei Pedelecs an

Pedelecs sind Fahrräder mit Hilfsantrieb. Was beim Kauf eines solchen Elektrorads wichtig ist


Pedelecs erleichtern vor allem bei Anstiegen das Fahrradfahren

Steile Berge erklimmen, schwere Einkäufe transportieren, mithalten, obwohl man sich nicht fit fühlt. Mit einem Pedelec-Rad ist all das möglich, so die Werbeversprechen der Hersteller. Die Zielgruppe: Berufspendler, die eine günstige Alternative zum Auto suchen – und Senioren. Diese zeigen sich der technischen Neuerung gegenüber besonders aufgeschlossen.

Trend zum Elektrorad

Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ – das bedeutet, ein Elektromotor gibt beim Treten Schwung, die Bewegung fällt leichter. Es gibt langsame Pedelecs bis 25 km/h – sie gelten rechtlich als Fahrräder, und man braucht für sie weder Führerschein noch Versicherung – und schnelle bis zu 45 km/h. Die Verkaufszahlen von Elektrorädern steigen rasant.


Doch macht das Fahrrad auch aus sportmedizinischer Sicht Sinn? „Absolut“, sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Der Puls schießt nicht in die Höhe, und der Kraftaufwand ist gering – für Menschen mit Gelenk- oder Atemwegsbeschwerden ist die Motorunterstützung oft der entscheidende Grund, wieder Rad zu fahren.“ Eine Probefahrt ist anzuraten – am besten mit Modellen unterschiedlicher Hersteller.

Pedelecs: Das ist beim Kauf wichtig

  • Radtypen: Klapprad, Tandem, Tourenrad? Alle gängigen Rahmen gibt es in der elektrischen Variante. Komfortbewusste entscheiden sich meist für ein Cityrad.
  • Akku: Wie weit möchten sie kommen? Leistungsstarke Akkus haben mittlerweile eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern.
  • Antrieb: Der Motor ist vorne, hinten oder im Bereich des Tretlagers montiert. „Ich empfehle den Mittelmotor“, sagt Roland Huhn, Technikexperte beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Solche Räder laufen am ruhigsten.“
  • Kosten: Gute Pedelecs bekommt man ab etwa 1800 Euro. Solide Antriebe aus Deutschland oder Österreich sind teurer als Billigimporte aus China – aber in der Regel technisch ausgereifter. Die Energiekosten: Bei 100 km Fahrstrecke muss man mit etwa 20 Cent Stromkosten rechnen. Der Akku lässt sich etwa 700-mal aufladen; danach verliert er an Kapazität. Ein neuer kostet rund 500 Euro. Hinzu kommen Wartungskosten.
  • Transport: Sie befördern Ihr Rad mit dem Auto? Pedelecs sind mindestens 23 Kilo schwer – eventuell müssen Sie in einen speziellen Fahrradträger investieren.



Bildnachweis: Mauritius/Westend61

Petra Haas / Senioren Ratgeber; 04.07.2012
Bildnachweis: Mauritius/Westend61

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