Sechs gute Gründe für Sport

Sport hält nicht nur fit, sondern kann in manchen Fällen auch wie Medizin wirken. Sechs gute Gründe, sich regelmäßig zu bewegen

von Nadja Katzenberger, aktualisiert am 23.02.2016

Krafttraining: Hält die Knochen stabil

Corbis GmbH/--

1. Senkt das Krebsrisiko

Sport kann vor vielen Krebsarten schützen. So gibt es etwa bei Brustkrebs einen Zusammenhang zwischen Bewegung und der Entstehung von Tumoren. In einer US-amerikanischen Studie konnten Frauen nach dem Wechsel ihren Hormonhaushalt durch Aerobic so beeinflussen, dass auch ihr Risiko sank, an Brustkrebs zu erkranken. Je stärker die Anstrengung, desto höher der Schutz vor Krebs, zeigt eine andere Studie. Das gilt allerdings nicht für alle Krebsarten, auf Enddarmkrebs hat Sport zum Beispiel keinen Einfluss.

2. Lindert Blasenschwäche

Starker Beckenboden, starke Blase: Die dreischichtige Muskulatur hält die Organe an ihrem Platz. Verliert sie an Spannung, schwächt das auch die Blase. Sport stärkt den Beckenboden, kann Blasenschwäche lindern und sogar vorbeugen. Vorsicht: Manche Bewegungsabläufe wie beim Joggen, Hüpfen oder Springen belasten die sensible Muskulatur. Besser ist gezieltes Beckenbodentraining, Radfahren oder Reiten. Wie man jede der drei Muskelschichten wahrnimmt und aktiviert, lernt man am besten unter fachmännischer Anleitung.


3. Hilft, Demenz vorzubeugen

Bewegung hat großen Einfluss darauf, ob wir im Alter geistig fit bleiben oder eine Demenz entwickeln. Eine skandinavische Studie mit mehr als 1200 Senioren zeigte, dass Sport und gesunde Ernährung die mentale Verfassung um 25 Prozent verbessern. Bewegung versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und regt seinen Stoffwechsel an. Außerdem trägt ein gesunder Lebensstil dazu bei, Risikofaktoren für Demenz wie Übergewicht und Bluthochdruck auszubremsen. Regelmäßiges Training hilft aber auch Demenz-Patienten.


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Look GmbH/Axiom

4. Bessert die Stimmungslage

Schon zehn Minuten schnelles Gehen täglich wirkt sich positiv auf die Stimmung aus, Bewegung verbessert die Schlafqualität und senkt das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Sport erleichtert auch den Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand. Wer sich regelmäßig bewegt, am besten in der Gruppe, findet dort nicht nur Anschluss, sondern auch Bestätigung und Erfolgserlebnisse. Und: Aktive Senioren empfinden den altersbedingten Rückgang ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit als weniger schlimm.

5. Stärkt schwache Venen

Müde, schwere Beine oder geschwollene Knöchel verleiten zum Ausruhen. Dabei lindert gerade das Gegenteil davon die Beschwerden bei Venenschwäche. Mindestens eine halbe Stunde lang am Tag joggen, Rad fahren oder Venengymnastik machen – auf die Zehenspitzen stellen, im Liegen mit den Beinen in der Luft radeln, mit den Knöcheln einen Ball festhalten. Venen-Experten verweisen häufig auf die 3L-3S-Regel: Lieber laufen und liegen statt sitzen und stehen.

6. Hält die Knochen stabil

Wer sich nicht bewegt, büßt schnell Knochensubstanz ein. Die Folge: übermäßiger Knochenschwund, gefährliche Stürze und Knochenbrüche. Gezieltes Training kann das verhindern. Denn nur so werden Zellen, die im Organismus Knochensubstanz aufbauen, aktiviert. Schon mehr Bewegung im Alltag wirkt sich deutlich positiv aus: Spaziergänge, Treppensteigen, Gymnastik. Ideal ist Krafttraining, am besten angeleitet im Fitness-Studio – es hilft auch noch im hohen Alter, Stürzen vorzubeugen.

Wichtiger Tipp: Wer an chronischen Krankheiten leidet oder schon länger keinen Sport mehr getrieben hat, sollte sich vorab unbedingt grünes Licht vom Arzt geben lassen.


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