Mülltrennung: Was gehört wohin?

Welche Reste kommen in die Biotonne, welche in den Hausmüll? Ein kleiner Abfall-Knigge

von Heidi Loidl , 14.11.2016

Müll: Welcher Abfall muss in welche Tonne?

Thinkstock/Polka Dot Images

Drei bis vier Tonnen bei jedem Haus, über die Stadt verteilt Wertstoffinseln und für sperrigen Müll oder Sondermüll der Wertstoffhof – Müll richtig zu trennen erfordert etwas Know-how. Nicht alles, was man gern der Wiederverwertung zuführen möchte, ist tatsächlich recyclingfähig. Und: Die beste Strategie ist und bleibt Müll vermeiden.


1. Gelber Sack

Für Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen. Behälter gut leeren, aber nicht spülen. Mehrere Plastikarten gemischt liefern minderwertigen Recycling-Kunststoff. Vorsortiert kann man daraus Höherwertiges herstellen – beachten Sie die Vorgaben der Kommune.

Das gehört rein:

  • Schraubdeckel
  • Aludeckel
  • Blisterverpackung
  • Kunststoffbecher
  • Weißblech
  • Tetrapack

Das darf nicht hinein:

  • Zahnbürsten
  • CDs

2. Biomüll

Aus Küchen- und Gartenabfällen lässt sich Komposterde und Energie gewinnen. Fisch- und Fleischreste ziehen Maden an, sie dürfen in den meisten Kommunen nicht in die Biotonne (nachfragen!). Feuchte Reste in eine Zeitung einschlagen und die Tonne in den Schatten stellen, das hemmt Fäulnis- und Geruchsbildung.

Das gehört rein:

  • Schalen von Zitrusfrüchten
  • Eierschalen
  • Kartoffelschalen in Zeitungspapier
  • Obstschalen
  • Filtertüten

Das darf nicht hinein:

  • Knochen
  • Gekochtes
  • Gewürztes
  • Staubsaugerbeutel

3. Altglas

Bitte nach Farben trennen! Nur dann lassen sich daraus wieder farbechte neue Behälter herstellen. Rotes oder Blaues unter "Grünglas" entsorgen, es ist am unempfindlichsten gegen Fehlfarben. Schraubverschlüsse, Korken und Metallfolien am Flaschenhals entfernen, Papieretiketten stören nicht.

Das gehört hinein:

  • Schraubgläser
  • Flaschen

Das darf nicht hinein:

  • kaputte Gläser
  • Spiegelbruch
  • Glühbirnen
  • Keramik
  • Porzellan

4. Altpapier

Der Platz für Papier oder Karton pur. Ob bedruckt oder Hochglanz, ist egal, aber sauber muss es sein, dann ist es wiederverwertbar. – Nutzen Sie umgekehrt Recycling-Papier: Bei seiner Herstellung wird zu 95 Prozent Altpapier verwendet, Holz eingespart und zwei Drittel weniger Energie und Wasser verbraucht.

Das gehört rein:

  • Umschläge mit Fenster
  • Papiertüten
  • Pappkarton

Das darf nicht hinein:

  • beschichtetes Papier
  • selbstklebende Kuverts
  • Windeln

5. Restmüll

Dieser Müll wandert in die Verbrennung. Vorher sauber trennen und Wiederverwertbares korrekt entsorgen. Das reduziert den Restmüll beträchtlich. Er wiegt weniger, es reicht eine kleinere Tonne oder seltenere Leerung. Das spart bares Geld, denn Müllgebühren fallen nur für Restmüll an.

Das gehört rein:

  • beschichtete Papierverpackung
  • Knochen
  • Zahnbürste
  • zerbrochenes Trinkglas
  • Windeln
  • Kehricht

Das darf nicht hinein:

  • Batterien
  • Energiesparlampen (gehören in den Sondermüll)


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