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Aktive Senioren:
Altern bewegt

Bald wird es in Deutschland mehr alte als junge Menschen geben. Wie wird sich unsere Gesellschaft ändern? Wie gehen die Senioren mit den gewonnenen Jahren um?

Älteres Paar vor dem Laptop

Immer auf dem neuesten Stand: Technische Neuerungen kennen heute keine Altersgrenzen

Alt – das belegen Umfragen – gilt ein Mensch in Deutschland heute erst mit 76 Jahren. Medizinischer Fortschritt und enorm verbesserte Lebensbedingungen haben dazu geführt, dass viele Menschen altersbedingte Schwächen ihres Körpers erst spät erleben. Über weite Phasen ist Altern nicht nur ein Schicksal, das es zu erdulden gilt, sondern ein beeinflussbarer Prozess – eine Frage des Lebensstils.

Als eine britische Seniorenzeitschrift vor einigen Jahren wagte, den damals 58-jährigen Mick Jagger, Frontmann der „Rolling Stones“, aufs Titelbild zu heben, fand sich der Name des Magazins tags darauf in fast jeder Zeitung zwischen Los Angeles und Wien. Grund: Der Rockstar drohte mit Klage. Sich in die „reifere Generation“ eingereiht zu sehen, muss ein herber Schlag gewesen sein für diesen Mann, der regelmäßig und medienwirksam junge Partnerinnen verschleißt.


Wir werden immer älter

Unsere Gesellschaft steckt mitten in der Umwälzung: Lag die durchschnittliche Lebenserwartung bis weit in die Neuzeit unter 50 Jahren, erlebt heute jede zweite Frau ihren 85. Geburtstag, und jeder zweite Mann wird mindestens 79 Jahre alt. Und um immense 410 Prozent soll bis 2050 in Deutschland allein die Zahl derer wachsen, die über 90 Jahre alt werden. Aber: Wann ist jemand wirklich alt? Unweigerlich stellt sich diese Frage angesichts der Entwicklung. Und genauso dringlich: Wie gehen die Menschen mit den gewonnenen Jahren um?

Altern ist nicht gleich Altern

Psychologen und Gesellschaftsforscher stoßen auf unzählige Widersprüche: obsessiver Jugendkult auf der einen Seite, auf der anderen eine wachsende Sensibilität für die besonderen Qualitäten und Erfordernisse der späten Lebensjahre. Altern ist längst nicht mehr gleich Altern. Die Lebensentwürfe der Senioren sind heute so individuell wie nie zuvor. Sicher ist dabei eines: Das Klischee vom stillen, anspruchslosen und hinfälligen Greis auf dem Altenteil hat ausgedient.

Senioren: Die Zukunft unserer Gesellschaft


Mick Jagger wird sich daran gewöhnen müssen, dass sein Leben die Leser von Seniorenzeitschriften mehr interessiert als pubertierende Jugendliche. Schlecht ist diese Aussicht nicht: Schließlich bleibt ihm auf diese Weise die Aufmerksamkeit jener Gruppe sicher, die in Zukunft unsere Gesellschaft dominiert – die der Senioren.



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www.senioren-ratgeber.de; 26.08.2009, aktualisiert am 16.09.2009
Imagesource/RYF

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