Pflanzenextrakte aus Sägezahnpalme, Brennnessel, Kürbis, Sojaextrakt oder Roggen kommen vor allem im Anfangsstadium der Erkrankung zum Einsatz. Ihre Hauptwirkstoffe, Phytosterole, bremsen das Wachstum der Prostata und bessern den quälenden Harndrang. Verschreibungspflichtige Alpharezeptorenblocker bewirken, dass sich das Prostatagewebe entspannt und so das Wasserlassen leichter fällt. Enzymblocker hemmen die Bildung des Hormons, das die Prostata wachsen lässt.
Nicht immer schafft jedoch ein Rezept die drängenden Männerprobleme aus der Welt. Wenn sich der Urin immer wieder in der Blase staut, raten Urologen zur Operation, um die „Hürde“ beim Wasserlassen zu beseitigen. Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Verfahren sollten Betroffene mit ihrem Urologen besprechen.
Sich ausführlich beraten lassen statt in diffuser Angst zu leben, ist auch dann die bessere Alternative, wenn einmal der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung aufkommt. Jährlich erkranken mehr als 34.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs. Oft bemerken Betroffene den Tumor erst, wenn er den Urinfluss behindert oder Tochtergeschwülste andere Organe befallen haben. Für eine Heilung ist es dann meist zu spät. Fachärzte raten deshalb allen Männern ab 45 Jahren zur kostenlosen Früherkennungsuntersuchung. Dabei tastet der Arzt vom Enddarm aus die Prostata auf Verhärtungen ab.