Policen gibt es en masse. Mit unserem großen Versicherungscheck helfen wir Ihnen beim Aufräumen
Überprüfen Sie in Ihren Unterlagen, welche Versicherungen Sie wirklich benötigen
Die Deutschen halten viel von Sicherheit. Sechs Versicherungen haben sie im Schnitt. „Viele lassen die Verträge über Jahre laufen, ohne sich groß Gedanken zu machen“, sagt Stefan Albers, Präsident des Bundesverbandes der (unabhängigen) Versicherungsberater. Doch gerade im Rentenalter lohnt es sich, die Policen zu sichten. „Dazu gehört nicht nur, Unnötiges auszusortieren“, meint Albers, „sondern auch zu prüfen, ob etwa Deckungssummen noch ausreichend sind.“ Wir haben 21 verbreitete Versicherungen für Sie unter die Lupe genommen.
Alltag & Auto
Abhängig von der persönlichen Lage meist empfehlenswert: drei Sterne
Haus-/Grundbesitzerhaftpflicht
Braucht nur, wer ein Haus oder ein Grundstück besitzt. Die Deckungssumme sollte mindestens drei Millionen Euro betragen. Im selbst bewohnten Haus reicht aber oft die Privathaftpflicht – selbst dann, wenn eine Wohnung untervermietet wird.
Abhängig von der persönlichen Lage meist empfehlenswert: drei Sterne
Öltank- und Gewässerschadenhaftpflicht
Wer für seine Ölheizung einen eigenen Tank betreibt, braucht die Police unbedingt. Alle anderen können darauf verzichten. Die Deckungssumme sollte auch hier mindestens drei Millionen Euro betragen.
Ein absolutes Muss: fünf Sterne
Privat-Haftpflichtversicherung
Die wichtigste Versicherung für jede Altersklasse – und trotzdem haben rund 30 Prozent der Deutschen keine. Wer eine hat, sollte prüfen: Beträgt die Deckungssumme mindestens drei Millionen Euro? Sind die Enkel versichert, wenn sie bei mir zu Besuch sind? Bin ich gegebenenfalls bei meinen Kindern mitversichert, wenn ich bei ihnen im Haushalt wohne?
Abhängig von der persönlichen Lage meist empfehlenswert: drei Sterne
Tierhaftpflicht
Wer Hund oder Pferd besitzt, sollte eine Police abschließen. Bekommt das Tier Nachwuchs oder wird es mit in den Urlaub genommen, sollte das mit der Versicherung besprochen werden. Auch beim Einzug in eine Mietwohnung ist eventuell eine Anpassung der Versicherung nötig. Kleintiere wie Hamster oder Katzen sind oft über die Privathaftpflicht versichert – ob das so ist, steht im Kleingedruckten.
Ein absolutes Muss: fünf Sterne
Kfz-Haftpflicht
Ist für Fahrzeughalter vorgeschrieben. Die Deckungssumme sollte 100 Millionen Euro betragen. Hier lässt sich im Alter oft der Beitrag senken: Etwa wenn nur noch eine Person das Auto fährt und dies der Versicherung mitgeteilt wird. Oder wenn ein hoher Schadensfreiheitsrabatt auf den noch fahrenden Partner übertragen wird. Außerdem: Jahreskilometerleistung im Vertrag prüfen. Denn die meisten fahren in der Rente weniger – auch das kann die Beiträge günstiger machen.
Allgemein empfehlenswert: vier Sterne
Teilkasko
Lohnt sich für Autos, die jünger sind als acht Jahre. Haftet etwa bei Brand, Diebstahl, Hagel oder Sturm. Es gibt keine Schadensfreiheitsrabatte.
Abhängig von der persönlichen Lage meist empfehlenswert: drei Sterne
Vollkasko
Lohnt sich nur für Autos, die jünger sind als vier Jahre. Haftet auch bei selbst verschuldeten Unfällen. Es gibt Schadensfreiheitsrabatte.
Nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll: zwei Sterne
Lebensversicherung
Eine Kapitallebensversicherung braucht als Rentner niemand. Eine Risikolebensversicherung ist nur dann sinnvoll, wenn im Todesfall größere Summen zu bezahlen sind, mit denen die Erben nicht belastet werden sollen – zum Beispiel eine größere Hypothek.
Stefan Mauer / Senioren Ratgeber;
09.03.2010
W&B/Ulrike Möhle, photothek.net Fotoagentur/Thomas Imo
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