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Wie entspannend! Aromaöle und ihre Wirkung

Wohlbefinden: Ätherische Öle sorgen allein durch ihren Duft für angenehme Gefühle.

von Elke Schurr , 27.01.2020
Aromaöl Zitrone Kräuter

Lavendel oder Zitrone – welcher Duft passt zu Ihnen?


Die moderne Wissenschaft hat das Rätsel des Riechens entschlüsselt. In Sekundenschnelle erreichen Duftreize über die Nerven unser Gehirn und setzen Botenstoffe frei. Ob wir den Geruch als angenehm bewerten oder eher die Nase rümpfen, hängt mit ­unseren Erinnerungen zusammen: Der eine verbindet mit dem Aroma von Lavendel den Urlaub im Süden, ein anderer denkt an alte Schränke und Motten. Ein Pflanzenduft soll Sie entspannen, in den Schlaf wiegen, munter machen? Warum nicht, vorausgesetzt, Sie mögen den Geruch! Nur ein Duft, der zu Ihnen passt, steigert Ihr Wohlbefinden – ob als Raumduft, Dampfbad oder bei der Aromamassage.

Stark konzentriert

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte, kostbare Substanzen. Sie werden aus Blüten oder anderen Pflanzenteilen gewonnen. Das Destillier­verfahren arbeitet mit Wasserdampf und ist aufwendig.

Aus einer Tonne Rosenblüten erhält man nur rund 250 Gramm Rosenöl. Andere Öle wie etwa Zitrusöl werden aus den Schalen durch Kaltpressung gewonnen. "Achten Sie beim Kauf auf die hundert­prozentige Naturreinheit des Öls", rät Aromaexpertin Maria Hoch, "und wählen Sie Bioqualität!" Äußere Bedingungen wie Bodenbeschaffenheit und Klima können die Inhaltsstoffe stark verändern.

Besser verdünnt

Fürs Wasserschälchen der Duftlampe genügen 10 Tropfen Öl für einen 20 qm großen Raum. Wenden Sie die Substanzen lieber verdünnt an. Unverdünnt können sie bei empfindlichen Personen die Schleimhäute reizen oder die Haut schädigen.

Duftlampe oder Fußbad

Per Duftlampe oder Vernebler, über ein Holz oder einen Duftstein verteilen sich ätherische Öle im Raum. Ihre Wohlfühleffekte lassen sich aber auch über die Haut ­erzielen, etwa als Körper-, Fuß- oder Handbad. Für Pflegeprodukte wird das ätherische Öl mit einem fetten Öl, etwa Mandel- oder Jojobaöl, vermischt und auf die Haut aufgetragen. Ein Bad bei nasskaltem Wetter? Tropfen Sie ein bisschen Öl auf einen Teelöffel Salz, und geben Sie es ins Badewasser.

Gezielt einsetzen

Kräuteröle, etwa aus Ros­marin oder Minze, erfrischen und fördern die Konzentra­tion; Lavendel, Majoran und Melisse wirken eher entspannend. Blütenöle aus Rose, Jasmin oder Neroliblüte sorgen für ein beruhigendes Raumklima. Eher anregend wirken Zitrone, Orange, Limette – Öle mit Frischekick. Weißtanne oder Fichte erinnern an einen Wald­spaziergang und verbreiten gerade im Herbst und Winter große Behaglichkeit.

Fachliche Beratung: Pflege- und Aromaexpertin Maria Hoch, Opfenbach; Apothekerin und Aromatherapeutin Dorothea Hamm, Karlsruhe

 


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