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Corona: So sollten Sie jetzt einkaufen

Gerade ältere Menschen sollten sich so gut wie möglich vor dem neuartigen Coronavirus schützen. Doch wie klappt das mit dem Einkauf? 14 Tipps.

von Heidi Loidl, 26.03.2020
Coronavirus Einkauf

Abstand halten! Aktuell wird in fast jedem Supermarkt daran erinnert.


Was vergangene Woche noch Alltag war, den man eben schnell nebenher erledigte, wirft jetzt Fragen auf. In Zeiten, in denen man mit Abstand mehr Respekt beweist als mit einem Handschlag, sollte man sich selbst übers Einkaufen neu Gedanken machen. Was jetzt wichtig ist:

1. Nur mit Einkaufszettel:

So geht der Einkauf zügiger. Vor allem in Geschäften, die nur eine begrenzte Zahl von Kunden auf einmal einlassen, ist es auch eine Frage der Fairness, andere nicht unnötig lange draußen warten zu lassen.

2. Wöchentlich statt täglich:

So kommen Sie weniger mit anderen Leuten zusammen. Das ist die Idee hinter den derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen: Die Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

3. Frisch, aber robust:

Gemüsesorten wie Kohl, Möhren, Kürbis, Lauch, Süßkartoffeln halten sich leicht eine Woche. Salat, Gurken, Tomaten, frischen Spinat gibt es ein anderes Mal wieder. Äpfel und Bananen halten sich besser als Beeren. TK-Gemüse ist eine gute Alternative, etwa bei Spinat. Auch Dosenkost ist in Ordnung; dieses enthält meist Salz, daher bei der Zubereitung nicht zusätzlich salzen. Bei Obstkonserven ungezuckerte vorziehen.

4. Kreativ kochen:

Der Kohlkopf erscheint Ihnen zu groß, der Sack Möhren zu viel? Werden Sie erfinderisch: Die meisten Gemüse schmecken als cremige Suppe, im Mix mit anderen als würziger Eintopf, als Soße zu Pasta, mit Fleisch- oder Fischstücken als Curry zu Reis oder lassen sich zusammen mit Kartoffeln mit Eiermilch und/oder Käse überbacken.

5. Nur den Wochenbedarf:

Leere Regale müssen nicht sein, wenn jeder nur einkauft, was er etwa innerhalb einer Woche verbraucht. Für Hamsterkäufe gebe es keinen Grund, sagen Politiker wie Verantwortliche aus dem Handel. Die Versorgung sei gesichert.

6. Vorbestellen – ja bitte:

Geschäfte wie Metzgereien oder Bäckereien bieten an, die Ware nach Vorbestellung bereitzuhalten. Dann müssen Sie zur Abholung nur noch kurz in den Laden, kommen aber dennoch an die frische Luft.

7. Lieferdienst nutzen:

Immer mehr Bäckereien liefern neuerdings Backwaren, Frühstücksangebot und Snacks bis an die Haustür. Vorher über die Homepage oder soziale Netzwerke bestellen. In den Laden müssen Sie nicht.

8. Alles aus einer Hand:

In manchen Orten schließen sich Bäcker, Metzger, Gemüseladen zusammen: Aus dem Sortiment der drei Geschäfte zentral telefonisch oder über Internet bestellen und alles gemeinsam in einer Lieferung bekommen.

9. Auf Abstand gehen:

Manche Supermärkte markieren auf dem Boden den sinnvollen Abstand zwischen Kunden, zum Beispiel an der Kasse. Eineinhalb Meter sollten es auch ohne Kennzeichnung immer sein!

10. Hygieneregeln einhalten:

In einigen Geschäften schützen Plexiglaswände die Kassierer. Immer wichtig: Husten und niesen Sie in die Armbeuge statt in die Hand oder gar völlig ungeschützt in den Raum.

11. Besser telefonieren:

Die Nachbarin ist auch im Supermarkt? Jetzt bitte keinen Plausch! Vereinbaren Sie stattdessen ein Telefonat.

12. Bargeldlos:

Nehmen Sie Ihre EC-Karte mit! Viele Geschäfte fordern Sie jetzt dazu auf, bargeldlos zu bezahlen. Geld gilt zwar nicht als typischer Übertragungsweg für das Coronavirus, aber bargeldlos kommen Ihre Hände mit weniger Gegenständen in Berührung als bei einer Geldzahlung.

13. Nach Hause und Hände waschen:

Außerhalb des Körpers kann das Coronavirus mehrere Stunden bis einige Tage überleben. Experten halten eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel zwar für unwahrscheinlich, raten aber dennoch: Waschen Sie Ihre Hände, sobald Sie heimkommen. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann Erhitzen des Lebensmittels das Infektionsrisiko zusätzlich verringern.

14. Hilfe annehmen:

Wer als Herz-, Lungen- oder Krebskranker durch das Coronavirus besonders gefährdet ist: Bitten Sie eine Freundin oder Bekannte, für Sie mit einzukaufen und die Ware vor Ihre Tür zu legen. Unter der zentralen Telefonnummer 07172 / 9340048 können Sie sich melden, wenn Sie Nachbarschaftshilfe benötigen.


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