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Corona-Warn-App funktioniert nun auch auf vielen älteren Handys

Nutzer älterer iPhone-Modelle konnten die Corona-Warn-App bislang nicht nutzen. Das ändert sich jetzt.

von Mit Material von dpa, 12.02.2021

Die Nutzungszahlen der Corona-Warn-App sollen noch einmal einen Schub bekommen, denn die Anwendung kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle 5s und 6 genutzt werden. Die neueste Version steht im App-Store von Apple zum Herunterladen bereit. Es kann allerdings mehrere Stunden dauern, bis die aktualisierte App in der neuen Version auch für alle sichtbar wird.

Schon länger wurde gefordert, dass auch Besitzer älterer Smartphones die App nutzen können. In Deutschland sind schätzungsweise noch 1,7 Millionen ältere Apple-Smartphones aktiv, auf denen nicht das bislang notwendige Betriebssystem laufen kann.

Was die Nutzungszahlen angeht, sind die Apple-Kunden aber ohnehin schon gut vertreten: 25,4 Millionen Downloads verteilen sich auf 14,0 Millionen Android-Geräte und 11,4 Millionen Downloads von einem iPhone. Dabei sind in Deutschland vier Mal so viele Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android in Gebrauch als iOS-Geräte von Apple. Es müssten also vor allem Android-User dazu motiviert werden, die App zu verwenden.

App muss mehr genutzt werden

So oder so: Um noch effizienter zur Vermeidung einer dritten Infektionskette beitragen zu können, braucht die App noch mehr Nutzer. Denn der Wirkungsgrad hängt maßgeblich von den Anwenderzahlen ab. Nur wenn Nutzer der App bei ihren Aktivität auf andere App-Anwender treffen, kann das Tracing funktionieren.

App schlägt bei gefährlichen Begegnungen an

Dass die deutsche App technisch funktioniert, wird inzwischen kaum mehr angezweifelt, auch wenn sich etliche gewundert haben, dass die App in den vergangenen Wochen kaum noch Risikobegegnungen angezeigt hat. Das war aber nicht auf einen Defekt zurückzuführen, sondern auf eine neue Zählmethode. So kann präziser gesteuert werden, welche Begegnungen gezählt werden sollen und welche irrelevant waren.

Auch wenn die meisten Nutzer der App das noch nicht selbst erlebt haben: Bei wirklich gefährlichen Begegnungen schlägt sie an. Und sie gibt die Warnungen zuverlässig weiter. Über die App haben bislang über 240 000 Personen, die selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ihre Mitmenschen gewarnt. Bei einem geschätzten Durchschnittswert von fünf Begegnungen mit anderen App-Nutzern dürften damit über eine Million Warnhinweise ausgelöst worden sein.

Wer positiv getestet wird, soll das in der App eintragen

Die Zahl der Warnungen in Deutschland - und damit die Wirksamkeit der App - könnte allerdings noch viel höher sein, wenn tatsächlich alle Nutzer, die ein positives Testergebnis erhalten haben, dies auch in die App eintragen und damit die vorgesehene Alarmkette auslösen würden. Die Bilanz fällt aber bislang enttäuschend aus, viele Nutzer teilen ihr positives Testergebnis nicht mit anderen.

An der Freiwilligkeit wollen die Verantwortlichen trotzdem nichts ändern. Künftig soll aber eine Erinnerungsfunktion nachhaken, ob die Warnmeldung in der Stresssituation einer positiven Corona-Diagnose nicht einfach nur vergessen wurde.


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