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Mundschutz: Tipps für Hörgeräteträger

Für Menschen mit Hörgerät ist die Maskenpflicht oft eine besondere Herausforderung. Tipps einer Hörgeräte-Akustikerin.

von Kai Klindt , aktualisiert am 08.05.2020

Ob in Geschäften, in Bus und Bahn oder anderen Situationen mit erhöhtem Corona-Risiko: Ohne Mundschutz geht es momentan in der Regel nicht. Das ist für viele ungewohnt, für Menschen mit Hörgerät aber eine besondere Herausforderung, weiß Sylvia Zimmer, Hörgeräteakustikerin aus München. "Beim Abnehmen der Maske geht das Hörgerät leicht verloren – das ist in den vergangenen Tagen schon mehreren Kunden passiert." Vor allem Geräte, die hinter dem Ohr getragen werden, sind gefährdet. Wie es richtig geht, zeigt unsere Grafik.

Infografik: Mund-Nasen-Schutz Maske und Hörgerät

Der Mundschutz erschwert aber auch die Kommunikation. "Wer schlecht hört, benötigt trotz Hörgerät oft die Mund- und Lippenbewegung seines Gegenübers, um ein volles Hörverständnis zu erhalten", sagt Zimmer. Einige findige Schneidereien fertigen inzwischen Mund-Nasen-Schutz mit Sichtfenster an.

Außerdem schluckt die Maske den Schall: Die Sprache wird leiser, die hohen Töne sind reduziert. Die Hörgeräteakustikerin empfiehlt, das Hörgerät in Situationen mit Maske lauter zu stellen. "Bei den meisten Hörgeräten können das die Kunden selbst machen". Ansonsten sollte man sich an seinen Akustiker wenden. Bei modernen Hörsystemen kann man auch zwei Programme festlegen, zwischen denen man schnell wechseln kann: eines für Gespräche mit, das andere für Gespräche ohne Maske.

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Ein großes Thema ist die Maskenpflicht, die einzelne Bundesländer bereits ausgesprochen haben. Moderator Peter Glück und Dr. Dennis Ballwieser geben im zweiten Teil des Podcasts Tipps, was Sie beim Kauf der sogenannten Community-Masken beachten sollten.


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