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Gesund essen bei Gallensteinen

Gesunde Erährung kann den Arztbesuch zwar nicht ersetzen. Doch die wichtigsten Regeln zu ­beachten hilft, besser mit der Erkrankung zu leben.

von Heidi Loidl, 08.07.2019
Pellkratoffeln

1. Übergewicht abbauen

Zu viele Kilos fördern Gallensteine, weil die Leber vermehrt Cholesterin freisetzt. Das kann zur Keimzelle für Gallensteine werden. Achtung: Maximal ein Pfund je Woche abnehmen, eine zu schnelle Gewichtsabnahme fördert die Gallensteinbildung.

2. Regelmäßig essen

Keine Mahlzeit auslassen, aber nicht ständig essen. Gut: drei Mahlzeiten. Sie reizen die Gallenblase, Sekret freizusetzen. Ruht sie zu lang, können sich Gallengrieß und -steine bilden.

3. Nicht zu reichhaltig

Nach üppigem Essen entleert sich die Galle fast vollständig, ein Stein kann zum Gang wandern und diesen verstopfen – die ­gefürchtete Kolik. Aber Fett nicht ganz streichen – es regt die Gallenblase zur Selbstreinigung an.

4. Ausgewogen essen 

Gallensteinpatienten neigen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2. Beugen Sie vor: ­fünfmal am Tag Gemüse oder Obst, je zweimal pro Woche Fleisch und Fisch sowie dreimal vegetarisch essen, Oliven- oder Rapsöl verwenden, auf Vollkorn um­steigen, bei Süßem und Süßgetränken zurückhalten.

„Gallensteinträger sollten regelmäßig essen. Bei Problemen können Tees aus Kümmel, Fenchel oder Anis lindernd wirken“, sagt unsere Expertin Anne Fiedler Apothekerin, Ernährungs­beraterin aus Kiel

5. Unbekömmliches meiden

Um Probleme wie Völlegefühl, Oberbauchschmerzen und Übelkeit nach dem Essen zu umgehen: Hülsenfrüchte, Kohl und Geräuchertes bei Bedarf reduzieren.

6. Wenig Alkohol

Auf Alkohol besser verzichten, er gilt als Reizstoff, der eine Kolik auslösen kann – noch mehr, wenn das Bier kalt ist. Achtung: Auch Kaffee oder gekochte Eier können eine Kolik hervorrufen.

7. Ohne Gallenblase

Wurde das Organ wegen Steinen entfernt, lässt es sich meist trotzdem gut leben. Wer zu Beschwerden neigt, sollte regelmäßig und moderat fettarm essen sowie auf Unverträglichkeiten achten.


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