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Gesund essen bei Histamin-Intoleranz

Auf Dauer strikt histaminfrei zu essen ist unnötig. Wie viel Sie wovon essen können, ist individuell sehr unterschiedlich. Eine Ernährungsberatung hilft

von Heidi Loidl, 14.10.2019
Grünes Gemüse

In Gemüse steckt weniger Histamin als in tierischen Lebensmitteln.


1. Ärztliche Diagnose

Einen Test zum eindeutigen Nachweis der Intoleranz gibt es nicht. Der Arzt rät gegebenenfalls zu einer Auslassdiät.

2. Tagebuch führen

Was haben Sie gegessen und getrunken? Welche Beschwerden plagen Sie? Probleme beginnen oft innerhalb einer Stunde nach dem Verzehr: Häufig Schwellungen im Mundbereich, Brennen in Mund und Rachen, Rötung und Kribbeln der Haut, Übelkeit, ­Erbrechen, Kopfschmerzen und andere Symptome. Notizen bei Ernährungsberatung vorlegen.

3. Histamin-Intoleranz: Verzichtsphase

Histamin ist tabu Sie sollte 10 bis 14 Tage dauern. Lassen die Probleme nicht ­deutlich nach, erneut zum Arzt!

  • Pflanzliche Lebensmittel sind histaminarm, außer Sauerkraut. Fisch nur frisch oder TK, nicht ge­räuchert, gesalzen, konserviert. Fleisch- und Fischgerichte nicht wieder erwärmen.
  • Frischkäse, Quark, junge Käse statt Hartkäse, Camembert, Schimmelkäse.
  • Kochwurst und Brühwurst statt Roh-wurst (Salami) und rohem Schinken.
  • Sojasauce, Hefeextrakt (Würzmittel), Rotweinessig meiden, da histaminreich.
  • Auf Alkohol verzichten. Er aktiviert körper­eigenes Histamin. Keine Erdbeeren, Toma­ten, Zitrusfrüchte, kein Glutamat. 
  • Schokolade meiden, ihre biogenen Amine behindern den Histaminabbau. Auch keine Bananen, Ananas, Papayas, Cashews.

"Die Toleranz für Histamin hängt auch von Stress, chronischen Krankheiten, körperlicher Belastung ab"
Sarah Naperkowski, Apothekerin und Ernährungsberaterin in Wuppertal

4. Testphase: Histamin nach und nach steigern

Pro Tag nicht mehr als ein neues his­ta­min­haltiges Lebensmittel. Menge lang-
sam steigern. In vier bis sechs Wochen maximal verträgliche Dosis ermitteln.

5. Auf Dauer: histaminangepasst essen

Verträgliche Menge Histamin ausschöpfen, das schützt vor Nährstoffmangel.


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