Haltbarkeit: Lebensmittel richtig lagern

In der richtigen Hülle halten sich Lebensmittel besser und behalten auch Konsistenz, Farbe und Aroma. Tipps für den Einkauf und die Lagerung

von Heidi Loidl, 01.03.2018

Mit der richtigen Aufbewahrung behält Käse länger sein Aroma


1. Käse

Verpackung: Käse am besten offen kaufen. An der Theke wird das Stück in Käsepapier eingeschlagen oder ist bereits in Frischhaltefolie verpackt und mit Preis ausgezeichnet, um Zeit zu sparen.

Zu Hause: Käse aus der Frischhaltefolie nehmen, sie liegt sonst zu eng an, es kann keine Feuchtigkeit entweichen, der Käse verschimmelt. In Käsepapier dagegen kann er atmen – lassen Sie sich ein Stück mitgeben. Auch gut: Käseglocke, aber Hart- nicht mit Schimmelkäse mischen.

Alternativen: Industriell verpackter Käse ist länger haltbar, wenn er unter Schutzatmosphäre verpackt oder vakuumiert wurde

2. Fisch

Verpackung: Fisch wird bei uns meist tiefgefroren angeboten. Die Kälte bremst Keime, die Fisch verderben könnten. Als Verpackung reicht einfache Folie oder beschichteter Karton. Tipp: In einer Kühltasche transportieren, sonst taut der Fisch an.

Alternativen: Frischfisch von der Bedientheke wird in Folie eingeschlagen.

Zu Hause: Frischfisch auspacken, in ein neutrales Gefäß legen, mit Frischhaltefolie und Eiswürfeln bedecken. Am gleichen Tag verbrauchen. Tiefkühlfisch im Kühlschrank auftauen!

3. Fleisch

Verpackung: An der Theke wird Fleisch in Folie und (um Fleischsaft aufzufangen) zusätzlich in einen Beutel gepackt.

Alternativen: Im Selbstbedienregal gibt es unter Schutzatmosphäre verpacktes Fleisch: In keimfreier Umgebung wird ein Spezialgas gegen Verderb eingefüllt. Ein Vlies fängt Saft auf. Liegt das Fleisch trotzdem feucht, deutet das auf Überlagerung hin.

Zu Hause: Verpacktes Fleisch verpackt lassen, offenes umpacken, Hack am gleichen Tag essen.

4. Nudeln & Co.

Verpackung: Nudeln wären in purem Karton zwar genug geschützt. Ist der Karton aber aus bedrucktem Papier recycelt, können minimale Mengen Farbkomponenten selbst in trockene Lebensmittel gelangen.

Alternativen: Manche Kunststofffolien sind undurchlässig für Pa- pierdruckfarben. Gleiches gilt für kunststoffbeschichtete Papierbeutel, wie etwa bei Haferflocken.

Zu Hause: Nudeln und Mehl aus purem Karton oder Papier in Gläser oder Kunststoffdosen umfüllen.

5. Konserven

Verpackung: Weißblechdosen sind absolut dicht, stehen daher für lange Haltbarkeit und sind dabei preiswert. Meist schützt heute eine Innenschicht aus Lack vor Korrosion, das heißt Rosten.

Alternativen: Glas lässt keinen Sauerstoff durch und reagiert nicht mit dem Füllgut. Ungünstig ist der Lichtzutritt, von Vorteil dass der Kunde das Produkt sehen kann.

Zu Hause: Gläser dunkel lagern! Den Inhalt angebrochener Dosen in Kunststoffboxen füllen und in den Kühlschrank stellen.

6. Brot

Verpackung: Manche Bäcker nehmen ein Spezialpapier aus Seidenpapier (außen) und perforierter Kunststofffolie (innen). Es dampft gerade so viel Feuchtigkeit ab, dass die Brotkruste einigermaßen knusprig bleibt. In Papierbeuteln trocknet Brot eher aus. Für Brötchen, die vor allem knusprig bleiben sollen, sind sie richtig.

Alternativen: Schnittbrot wird in Kunststoffbeuteln verpackt, damit die Schnittkanten nicht austrocknen, der Erhalt der Kruste ist nicht möglich.

Zu Hause: Brot in Brotseide lassen oder in Brottopf geben. Nicht in den Kühlschrank, er ist zu feucht.

7. Fertiggerichte

Verpackung: Alu ist leicht, aromadicht und hitzestabil – das Essen lässt sich ohne Umfüllen erhitzen, aber nur im Backofen, nicht in der Mikrowelle.

Alternativen: Fertigmenüs in Kunststoffschalen, etwa aus Polypropylen, sind mikrowellengeeignet. In der Entwicklung: Kunststofffolie mit Metallbeschichtung, die lokal überhitzt und wie ein Mini-Backofen wirkt, sodass etwa eine Pizza die notwendige Rösche erhält.

Zu Hause: Zubereitung nach Packungsanweisung.


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