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Obst einkochen oder einfrieren

Ob Sie Obst lieber einfrieren oder trocknen, Kompott oder Konfitüre vorziehen – planen 
Sie einen Vorrat für ein Jahr, dann gibt es Pflaumen & Co. wieder frisch!

von Heidi Loidl, 12.10.2020

1. Einkochen

geeignet für: Aprikosen, Birnen, Mirabellen, Pfirsiche, Renekloden, Pflaumen

So geht‘s:
• Gläser gründlich spülen, beschädigte aussortieren; Gummiringe auskochen
• Früchte, Flüssigkeit bis 2 cm unterm Rand einfüllen, Gummiring und Deckel auflegen, mit Federklammer fixieren
• Wasser in die Fettpfanne füllen, Gläser hineinstellen
• nach Anweisung des Back­ofen-Herstellers einkochen; wenn erkaltet, Klammer ab
• Eingekochtes in den ersten Tagen oft, später gelegentlich auf Sitz des Deckels prüfen; offene Gläser entsorgen

Tipps:
• Beeren-, Stein- und Kernobst eignet sich auch zum Heißeinfüllen (siehe Marmelade)
• Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen vorab in Heißwasser tauchen und Haut abziehen, sie würde ledrig

Bewertung:
+ Geschmack bleibt besser erhalten als beim Einfrieren
+ ohne Zuckerzusatz möglich
+ stromunabhängig zu lagern
+ sofort verfügbar

2. Trocknen

geeignet für: Äpfel, Aprikosen, Birnen, Beeren, Sauer­kirschen, Pfirsiche, Pflaumen

So geht‘s:
• im Backofen: Rost mit Baumwollgaze bespannen (für kleine Früchte) bzw. Holzstäbe quer anbringen (für Ringe)
• Äpfel, Birnen, Pfirsiche in 2 mm dicke Ringe schneiden; Dörrzeit: mind. 2 h bei 50 °C (beim Durchbrechen darf sich kein Saft mehr zeigen)
• Aprikosen vorab entsteinen, Zwetschgen erst nach dem Antrocknen entsteinen, so geht weniger Saft verloren; Trockendauer: 6–8 h
• nach Abkühlen in Schraubgläsern, verschließbaren Dosen oder verschweißbaren Beuteln kühl, dunkel lagern
• Vorrat regelmäßig prüfen, Verschimmeltes entsorgen

Tipps:
• Ofentür bei anfangs 50 °C einen Spalt offen lassen, damit Feuchte entweichen kann; gegen Ende auf 70 °C gehen

Bewertung:
+ stromunabhängig zu lagern
+ sofort verfügbar
 – süß und klebrig – nach dem Essen Zähne putzen!

3. Konfitüre

geeignet für: alle Sorten
 
So geht‘s:
• Gläser gründlich spülen, umgedreht abtropfen lassen; Deckel in Wasser auskochen
• Mengen und Kochzeit siehe Rezept Gelierzucker-Packung
• Zucker/Obst genau abwiegen  
• Obst klein schneiden oder pürieren (Beeren nur teilweise)
• Mischung aufkochen
• Gelierprobe: einige Tropfen auf kalten Teller geben – Rand muss erstarren
• Gläser auf feuchtes Tuch stellen, damit sie nicht springen
• Masse heiß einfüllen (leichter mit Trichter, Schöpfkelle)
• sofort verschließen, für 5 Minuten auf Deckel stellen
 
Tipps:
• Gläser einige Tage nicht zu bewegen erleichtert Gelieren
• Gelierhilfen wie Pektin (Gelierzucker), Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar beschleunigen das Eindicken; schonen Vitamine, Aroma und Farbe
• mit Gelierzucker 2:1 bzw. 3:1 lässt sich Zucker einsparen

Bewertung:
+ stromunabhängig zu lagern
+ sofort verfügbar
 – kann viel Zucker enthalten

4. Einfrieren

geeignet für: Äpfel, Beeren (bei Erdbeeren nur kleine), Kirschen, Mirabellen, Pflaumen

So geht‘s:
• Tiefkühlgerät für schnelles Gefrieren einige Stunden vorher auf "Superschaltung"
• benutzen Sie das in der ­­Geräte-Anleitung genannte Fach zum Einfrieren
• Beeren einzeln auf Backblech vorgefrieren, so klumpen sie später nicht zusammen
• nun in Gefrierbox oder Gefrierbeutel füllen
• aus Beuteln Luft ausstreichen oder mittels Strohhalm heraussaugen
• beschriften (feuchtigkeitsbeständiger Folienstift oder kältestabile Etiketten)

Tipps:
• durch Zuckern bleiben Form, Farbe, Konsistenz und Geschmack besser erhalten:
• Beeren mit Zucker bestreuen (50 g auf 500 g Obst)
• anderes Obst kurz in abgekühlte Zuckerlösung (300 g je 500 ml) tauchen; Apfelstücke samt Zuckerlösung einfrieren

Bewertung:
+ besonders schonend
 – teuer wegen Stromkosten

Fachliche Beratung: Hildegard Rust, Buchautorin, Diplom-Ökotrophologin mit langjähriger Erfahrung in der Verbraucherberatung


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