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Gut zum Fuß

Von Bimssteinen, Peelings und Badezusätzen: Was Sie bei der Pediküre zuhause beachten sollten. Und mit welchen kleinen Hilfen es Ihren Füßen schnell besser geht.

von Elke Schurr, 01.09.2020

Blasenpflaster

Im Sommer schwitzen Füße im Schuh mehr als sonst. An den Reibeflächen, besonders am kleinen Zeh oder an der Ferse, entstehen schnell Blasen. 
Ein Blasenpflaster mit seinen 
polsternden Eigenschaften schont die Druckstelle. Die Haut kann sich regenerieren, der Druckschmerz lässt nach. Sollte die Blase aufgegangen sein, desinfizieren Sie die wunde Stelle und schützen Sie sie ebenfalls mit einem (Blasen-)Pflaster.

Peeling   

Peelings entfernen überschüssige Hornhautzellen auf die sanfte Art, zudem mit durchblutungsförderndem Massageeffekt. Einige Pasten arbeiten mit Bimssteinpartikeln und Salzen. Manche enthalten zusätzlich pflegende ­Inhaltsstoffe – ideal bei rauen, schuppigen Füßen.

Badezusatz  

Ein Fußbad weicht die Haut der Füße auf und bereitet diese optimal auf weitere Wohltaten vor. Fertige Zusätze duften nicht nur gut. Rosmarin oder Thymian etwa fördern die Durchblutung. Kamille kann Entzündungen mildern. 
Eichenrinde drosselt den Fußschweiß. Faustregel: bei 
etwa 35 Grad Wassertemperatur für 5 bis 10 Minuten.

Pflegecreme      

Fußcremes sind das A und O einer guten Fußpflege. Ent­halten sie zehn Prozent oder mehr Harnstoff (Urea), wirken sie sanft der Verhornung entgegen, etwa an der Ferse; ­Fette und Ceramide stärken die Schutzbarriere. Das alles macht den Fuß geschmeidig. Vorsicht: Spezielle Hornhautcremes und -pflaster entfernen Verhornungen wie Hühner­augen oder Schwielen meist mit Salicyl­säure oder Frucht­säuren. Lassen Sie sich beraten. Wenn Sie an Diabetes leiden, gehört die Anwendung in Profi­hand: Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach, ob sie die Kosten einer medizinischen Fußpflege übernimmt.

Nagelfeile   

Schneiden Sie Ihre Nägel nie zu kurz und immer gerade. Mit Nagelzangen benötigt man dank größerer Hebelwirkung weniger Kraft. Auch Knipser lassen sich besser handhaben als kleine Nagelscheren. Vorsicht: Nur in der Mitte abknipsen, den Rest vorsichtig in Form feilen!

Nagellack    

Bei brüchigen oder weichen Nägeln helfen nagelstärkende Lacke mit Hyaluronsäure, Keratin und Kiesel­säure. Sind Nägel sehr geschädigt, etwa nach einem Pilzbefall, zeigen sie Rillen oder starke Verhornungen, helfen Nagelöle mit Vita­-
min E, Teebaum- oder Nachtkerzen-, Mandel- oder Rizinusöl, sie geschmeidiger zu machen. Täglich einmassieren pflegt auch das Nagelbett.

Bimsstein

Hornhaut schützt den Fuß vor Verletzungen. Doch zu viel von ­diesem Polster führt leicht zu Schrunden und Entzündungen. Nach einem Fußbad lässt sich überschüssige Hornhaut vorsichtig mechanisch entfernen, etwa mit einer Fußfeile oder einem Bimsstein. Diabetiker sprechen mit ihren Arzt.

Antipilzsalbe

Juckreiz, schuppende Haut, ­Rötungen: Fußpilz dringt oft in trockene, rissige Haut ein, bevorzugt ansonsten aber feuchtes Milieu. Behandeln Sie ihn mit einer Antipilzsalbe. Die Anwendungsdauer hängt von der Salbe ab. Ihre Apotheke berät Sie. Diabetiker gehen zum Arzt!

Fachliche Beratung: Kathrin Schmid, Apothekerin in München


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