Augentropfen trotz Kontaktlinsen?

Welche Tropfen bei trockenen Augen sinnvoll sind, hängt auch von der Art der Kontaktlinse ab. Apotheker Clemens Hock klärt auf

von Elke Schurr, 25.01.2018
Kontaktlinsen

Konservierungsstoffe aus Augentropfen können sich in weichen Kontaktlinsen einlagern


Auch Kontaktlinsenträger brauchen hin und wieder Tropfen, etwa weil ihre Augen rot und gereizt reagieren. Tragen Sie dann für gewisse Zeit wieder Brille. Wer nicht umsteigen will: Kontaktlinsen und Augentropfen schließen sich nicht unbedingt aus. Das hängt davon ab, ob Sie weiche oder harte Linsen tragen und welche Augentropfen Sie verwenden.

Weiche Kontaktlinsen etwa können Wirkstoffe auf­saugen und sie unkontrolliert ans Auge abgeben. Besprechen Sie mit Ihrem Augenarzt, ob Sie die wirkstoffhaltigen Augentropfen vielleicht nur zur Nacht anwenden. Tagsüber könnten Sie dann Ihre weichen Linsen einsetzen.

Bei wirkstofffreien Augentropfen, etwa gegen trockene Augen, müssen die Träger weicher wie harter Linsen aufpassen: Die Konservierungsstoffe lagern sich in weichen Linsen ein. Sie können unter Umständen auch harte Linsen schädigen. Wählen Sie deshalb sicherheitshalber nur Tropfen ohne Konservierungsmittel aus Ein-Dosen-Behältnissen. Gut verträglich sind unkonservierte, hyaluronsäurehaltige Produkte, die den Tränenfilm mit ihrer Wasserbindungskraft stabil halten.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Ihre Augen auf neue Linsen gereizt reagieren. Sobald Sie neue Augentropfen verordnet bekommen, weisen Sie Ihren Arzt und Ihren Apotheker darauf hin, dass Sie Kontaktlinsen tragen.

Dr. Clemens Hock

Dr. Clemens Hock, Apotheker in Amorbach


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