Pollenallergie selbst behandeln?

Was tun, wenn Pollen durch die Luft fliegen und Augen und Schleimhäute reizen? Apothekerin Sophie Kelm gibt Tipps, wie Betroffene die Beschwerden lindern können
von Elke Schurr, 23.05.2017

Inmitten von Natur: Allergiker sollten Pollen nach Möglichkeit meiden

iStock/skynesher

Das Immunsystem eines Heuschnupfen-Allergikers reagiert übermäßig auf Pflanzenpollen in der Luft. Der wichtigste Tipp lautet also: Pollen meiden. Schlafen Sie bei geschlossenem Fenster oder hinter einem Pollenschutzgitter. Legen Sie Ihre Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers ab. Duschen und Haare waschen am Abend, um Pollen abzuspülen. Besorgen Sie sich aus der Apotheke eine Nasendusche – sie reinigt die Schleimhäute.

Sophie Kelm, Apothekerin aus Ellerau bei Hamburg

W&B/Ronald Frommann, W&B/Dr. Ulrike Möhle

Antihistaminika zum Einnehmen sowie als örtlich anzuwendende Nasensprays und Augentropfen drosseln die allergische Reaktion, machen die Nase frei und lindern Augenjucken. Fragen Sie in der Apotheke nach einem Pollenflugkalender!

Mit Präparaten, die die Binde- und Schleimhaut von Nase und Auge stabilisieren, sollten Sie bereits eine Woche vor dem erwarteten Pollenflug starten. Wenn es schlimmer wird, hilft ein kortisonhaltiges Nasenspray. In niedrigerer Dosierung ist es ebenfalls rezeptfrei erhältlich.

Gehen Sie zum Arzt, falls Husten oder Atemnot auftritt. Die Allergie kann auf die Bronchien schlagen und Asthma auslösen. Niesen, Schnupfen, juckende oder tränende Augen treten übrigens auch bei einer Erkältung auf. Der Arzt klärt, ob es sich wirklich um Heuschnupfen handelt.


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