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Sind Sie noch fit am Steuer?

Mal ehrlich: Wie sicher fühlen Sie sich hinterm Lenkrad im Auto? Klicken Sie sich durch den Test und lesen, was Experten raten.

von Petra Haas, 24.11.2019
Seniorin neben dem Auto

Haben Sie hinter dem Steuer noch den Überblick?


Einkaufen gehen, den Enkel von der Kita abholen. Für 85 Prozent der ab 65-Jährigen ist das Auto das wichtigste Fortbewegungsmittel, so eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats.

Die Krux: Mit dem Alter lässt vieles nach, was fürs Autofahren unerlässlich ist: gutes Sehen, schnelles Reagieren, Beweglichkeit. Kommen Krankheiten wie Arthrose, Augenleiden oder Diabetes hinzu, können sich bestehende Defizite weiter verschärfen. Was viele nicht wissen: Für die Einschätzung, ob sie sich zum Fahren eignen, sind Fahrerinnen und Fahrer in erster Linie selbst verantwortlich. Experten raten Älteren daher, selbst aktiv zu werden. Machen Sie unseren Test, um eine erste Einschätzung zu bekommen:

Beantworten Sie alle 21 Fragen, um das Ergebnis angezeigt zu bekommen:

1. Kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit!

Nutzen Sie beim nächsten Vorsorge-Check die Chance, und sprechen Sie beim Arzt das Thema ­Autofahren an. Was können Sie tun, um Beschwerden wie eine zwickende Hüfte zu lindern? Zweimal pro Woche die ­­Gelenksportgruppe besuchen? Leidet man unter einer chronischen Krankheit wie Diabetes oder Arthritis, ist es wichtig, gut eingestellt zu sein, zuverlässig seine Medikamente zu nehmen und Risiken zu bedenken. Unterzuckerungen etwa können zu schweren Unfällen führen. Zur Vorsorge gehört es auch, Sehen und Hören überprüfen zu lassen! Mit dem Fahren pausieren gilt nach Eingriffen wie einer Bypass-OP oder einem Herzinfarkt. Nicht hinters Steuer sollten Menschen mit schweren Sehstörungen oder mit fortgeschrittener Demenz. Und wer bei Blut­hochdruck etwa ständig diastolische Werte von über 100 hat, darf nur fahren, wenn der Arzt grünes Licht gibt.

2. Fahrtüchtigkeit: Reden Sie mit Ihrem Apotheker!

Wer Arzneien einnimmt, muss wissen, welche die Fahrtüchtigkeit mindern. Fragen Sie in der Apotheke: Welche machen müde, verlangsamen die Reaktion, verschlechtern das Sehen? Dazu gehören insbesondere Medi­­kamente, die im Gehirn wirken, da­runter Schmerzmittel wie Opioide, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Neu­ro­leptika, Antidepressiva und Epilepsiemedikamente. Nachfragen auch bei rezept­freien Präparaten gegen Erkältung oder Allergien, bei Augengelen und synthetischen Schlafmitteln. Ebenso, wenn im Rahmen einer Therapie ein Mittel neu dazukommt oder eine Dosierung verändert wird.

3. Machen Sie sich fit in einem Fahrsicherheitstraining!

Wie reagiert mein Auto beim Bremsen auf nasser Fahrbahn? Verkehrsmediziner raten Senioren zu ­einem Fahrsicherheitstraining – eine gute Gelegenheit, Situationen zu testen, in denen Ältere oft Probleme haben. Auch Rückmeldefahrten lohnen sich: Dabei sitzt im Realverkehr etwa ein Verkehrspsychologe auf dem Beifahrersitz und berät: Was klappt gut, was kann man besser machen? Ein Engagement, das sich lohnt: Ein Forscherteam von der TU Dortmund konnte zeigen, dass die Fahrkompetenz von über 70-jährigen Verkehrs­teilnehmern durch Fahrproben und gezieltes Training längerfristig steigt. Checks bietet etwa die regionale Begutachtungsstellen für Fahreignung der DEKRA an. Fahrsicherheitstrainings gibt es vor Ort von den Verkehrswachten, dem ADAC und den Straßenverkehrsämtern.

4. Planen Sie Ihre Mobilität mit Köpfchen!

Mit dem Auto zum Bäcker fahren, weil man das schon immer so gemacht hat? Das geht (oft) besser: Wann kommt der Bus? Gibt es da nicht einen Radweg? Viele Ziele kann man auch mit anderen Verkehrsmitteln erreichen – und integriert so automatisch mehr Bewegung in den Alltag. Wer auf dem Land wohnt, sollte sich nach Mitfahrgelegenheiten oder einem Bürgerbus erkundigen. Eine gute Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen! Gibt es das nicht, kann man vielleicht den nahen Park-&-Ride- Platz ansteuern und mit der S-Bahn weiterfahren. Immer mehr Verkehrsbetriebe bieten Älteren vergünstigte oder kostenlose Jahrestickets. Man muss den Führerschein ja nicht gleich abgeben – legen Sie ihn doch einfach in die Schublade. Hauptsache, Sie sind fortan flexibler. Diese neue Art der Mobilität wird Ihnen sicher guttun!

Fachliche Beratung:

  • Prof. Bernhard Schlag, Verkehrspsychologe, TU Dresden (Selbst-Test);
  • Dr. Jürgen Malaka, Dt. Gesellschaft für Verkehrsmedizin, München;
  • Jens Kloppenburg, Apothekerkammer Niedersachsen;
  • Karin Müller, DVW, Berlin;
  • PD Dr. rer. nat. Michael Pentzek, Dipl.-Psychologe, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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