Hautpflege für reife Haut

Weil jede Hautpartie anders ist: Welche Tiegel und Tuben zur Körperpflege für die einzelnen Bereiche sinnvoll sind

von Elke Schurr, 15.01.2018
Seniorin mit Cremetiegel in der Hand

Gut gepflegt: Reife Haut muss besonders verwöhnt werden


1. Tag: Eine Tagescreme für alle?

Die ältere Gesichtshaut braucht vor allem eins: Fett! Eine Mär, die so nicht stimmt. Auch 70-Jährige können durchaus noch Mischzonen im Gesicht haben. Lassen Sie sich also besser in der Apotheke beraten. Je nachdem enthält Ihre passende Tagescreme mehr oder weniger Fett­anteile. Ein paar feste Komponenten zeichnen jedoch alle Pflegeprodukte von 60plus-Serien aus: Stoffe, die die Haut von innen mit Feuchtigkeit aufpolstern, wie Hyaluronsäure oder Urea; Fette wie Avocadoöl oder Karitébutter, die die Fettbarriere der Haut aufrechterhalten. Und schließlich Elemente, die das Zellwachstum ankurbeln, indem sie die Kollagenproduktion anregen, etwa Peptide oder Vitamine. Enthalten die Cremes auch noch einen ausreichenden Zell- und UV-Schutz, ist die Haut für den Tag gewappnet.

2. Nacht: Was ist eine Nachtcreme?

Stoffwechseltechnisch gesehen, ist die Nacht eine Zeit der Regeneration und der Reparatur. Viele Wirkstoffe werden dann besonders gut aufgenommen. Nachtcremes sind deshalb reichhaltiger – sowohl an Fett, damit die Haut nicht austrocknet, als auch an zellstimulierenden Stoffen. Insofern hat eine Nachtcreme durchaus ihre Berechtigung.

3. Serum: Braucht man ein Serum?

Nicht unbedingt, es ist aber ein Luxus, der sich auszahlt. Ein Serum dringt tiefer ein und bringt ein Konzentrat an verschiedensten Wirkstoffen schnell und gut unter die Haut. Damit das alles seinen rechten Weg geht: erst reinigen, dann das Serum, danach die Pflege.

4. Lippen: Wozu eine Lippenpflege?

Weder Talg noch natürliche Pigmente schützen diese spezielle Hautpartie. Deshalb sind gerade an kalten und trockenen Tagen fette Zutaten wie Mandelöl oder Bienenwachs, heilendes Panthenol und vor allem ein ausreichender UV-Schutz unverzichtbar.  

5. Augen: Warum gibt es Augencremes?

Sie pflegen die zarte und talg­arme Zone besonders sanft und ohne die Gefahr, im Auge zu brennen. Gels kühlen und schwellen ab, Cremes sind etwas reichhaltiger.

6. Hände: Immer eincremen? 

Ja. Ähnlich wie das Gesicht sind die Hände Wind und Wetter ausgesetzt. Vom ständigen Händewaschen ganz abgesehen. Daher brauchen sie viel wasserspeicherndes Glyzerin, Harnstoff und viel Fett. Sonnenschutzfaktoren verhindern Altersflecken.

7. Fuß: Gibt es spezielle Cremes?

Die gibt es. Um Risse und Schrunden zu verhindern, ist es notwendig, die mechanisch belasteten Füße regelmäßig mit Fett und Feuchtigkeit zu versorgen. Zusätzlich enthält eine Fußcreme schwielenlösende und schweißhemmende Zusätze. Ätherische Öle sorgen für einen Frischeeffekt.

8. Body: Milch nach dem Duschen?

Um die Haut vor trockenen Schüppchen oder gar Ekzemen zu bewahren, sollte man sie eincremen. Denn Wasser und Waschmittel greifen ihren Schutzmantel an. Eine Körpermilch oder -creme enthält als zentrale Bestandteile Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff oder Glyzerin und außerdem Fette, die die Haut glätten und schützen. Je nach ihrem Verhältnis ist die Textur wässriger oder fetter. Weitere Zusätze, wie zum Beispiel Duftstoffe aus ätherischen Ölen oder spezielle Vitamine und Enzyme, sind eher Kür als Pflicht.


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