Arznei-Klassiker: Nitratpräparate

Apotheker Martin Allwang stellt die am häufigsten verschriebenen Medikamente vor. Nitratpräparate kommen bei Herzpatienten zum Einsatz. Was Sie über die Mittel wissen müssen
von Dr. Martin Allwang, 08.10.2015

Bunte Pillen: Nitratpräparate werden nach dem Essen eingenommen

Creatas/ RYF

Wobei helfen Nitratpräparate?

Nitratpräparate verordnet der Arzt zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (Angina­ Pectoris).

Was macht der Stoff im Körper?

In der Gefäßwand werden die Wirkstoffe zu einem Stoff umgewandelt, der alle Blutgefäße im Körper erweitert. Das Blut sammelt sich kurzfristig in den Venen. Das Herz muss dann weniger pumpen und wird dadurch entlastet.

Gramm oder Milligramm – wie viel Wirkstoff erhält der Patient?

Je nach Wirkstoff liegt die Dosis zwischen weniger als einem Milligramm und etwa 80 Milligramm. Manche Mittel wirken schnell und helfen bei akuten Beschwerden, andere sollen Herz­anfällen vorbeugen.

Vor oder besser nach dem Essen schlucken?

Präparate zur Vorbeugung nehmen Sie am besten nach dem Essen. Akutmittel wenden Sie bei Bedarf an.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Am häufigsten kommt es zu Gesichtsrötung und Kopfschmerzen, manche Patienten klagen auch über Schwindel.

Allwangs Extratipp:

Halten Sie sich bei Präparaten zur Vorbeugung gewissenhaft an die Einnahmezeiten, damit kein Gewöhnungseffekt eintritt.

W&B/Bernhard Huber

Unser Experte:

Apotheker Dr. Martin Allwang leitet die fachwissenschaftliche Redaktion des Wort & Bild Verlags.


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