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Checkliste für den Umzug ins Pflegeheim

Zieht jemand ins Pflegeheim, steht meist viel Arbeit an. Unsere Checkliste hilft beim Organisieren.

von Elsbeth Bräuer, 28.12.2020

Packliste:

 

Kleidung und Alltag

  • Kleidung: Jacken, Hosen, Hemden, Hemden, Blusen, Kleider, Röcke, Unterwäsche, Socken, Schlafanzug. Am besten nähen Sie kleine Namensschilder in die Kleidung oder markieren Sie mit einem Textilstift, so wird die Kleidung später im Heim nicht beim Waschen verwechselt. Manche Heime bieten diesen Service auch selbst an.
  • Schuhe und geschlossene, rutschfeste Hausschuhe
  • Hut, Mütze, Handschuhe, Schal
  • Wecker und Uhr: Für Menschen mit Demenz sind oft große Uhren hilfreich, die neben der Uhrzeit auch den Wochentag anzeigen. Es gibt auch Wecker, die tagsüber im Wechsel Fotos von der Familie anzeigen.
  • Adressliste / Telefonliste von Freunden und Bekannten, ggf. vom Betreuer
  • Handy oder Tablet zum Kontakthalten, Ladegerät
  • Fernseher oder Radio

Hygiene

  • Rasierer, Rasierschaum
  • Kamm oder Bürste
  • Shampoo
  • Seife
  • Waschlappen
  • Deo
  • Zahnpasta und -bürste
  • Nagelschere
  • Schminkzeug
  • Utensilien für die Zahnprothesenpflege (Haftcreme, spezielle Bürste, Reinigungsmittel)

Medizinische Dinge

  • Medikamente: Packen Sie alle Arzneimittel zusammen. Ein Medikamentenplan und eine Übersicht über Verordnungen helfen dem Pflegepersonal gerade am Anfang.
  • Brille mit Etui und -putztüchern
  • Zahnprothese mit Dose zum Aufbewahren
  • Hilfsmittel, zum Beispiel Gehstock oder Rollator

Wohlfühlen

  • Namensschild für die Tür (oft kümmert sich auch das Heim), eventuell Fußmatte
  • Beschäftigungen: Spiele, Bücher, Fotoalben, CD-Player und CDs
  • Lieblingssachen aus der alten Wohnung: Der alte Sessel oder das Bücherregal von zuhause sorgt für mehr Vertrautheit. Sprechen Sie vorab mit dem Heim – in einigen kann man eigene Möbel mitbringen, anderernorts ist das nicht gewünscht. Wenn nicht, können Sie zumindest Kissen oder Bettbezug mitnehmen.
  • Haustiere? Fragen, ob erlaubt
  • Frische Blumen und kleine Lieblingssnacks: Der Einzug ist oft schwer. Eine Dose mit der Lieblingsschokolade oder ein bunter Strauß macht den Einzug oft leichter.

Viele Angehörige geben pflegebedürftigen Menschen beim Umzug ins Heim keine wertvollen Gegenstände mit. Doch wenn so vertraute Dinge wie Schlüssel, Portemonnaie oder Handtasche fehlen, kann das zu großer Unruhe führen. Gerade Menschen mit Demenz fangen dann oft an, nach diesen Gegenständen zu suchen und fürchten, bestohlen worden zu sein. "Geben Sie der Person deshalb Imitate wie Ersatzschlüssel oder alte Geldbörsen mit", rät Demenzexperte Jochen Gust.

Hilfsmittel im Heim

Wenn Sie bereits Hilfsmittel haben, können Sie diese beim Umzug mitnehmen. Manchmal muss man aber etwas zurücklassen, z.B. das Pflegebett. Das muss in der Regel an das Sanitätshaus, die Kasse oder die Home-Care-Apotheke zurückgegeben werden – also an den Anbieter, von dem sie es bekommen haben. (Sie haben dafür zwar eine Zuzahlung geleistet, aber es bleibt deren Eigentum). Alles, was sie selbst bezahlt haben, dürfen Sie natürlich behalten.

Wenn Sie im Heim ein neues Hilfsmittel brauchen, hilft das Heim beim Beantragen. Meist arbeitet es mit einem Sanitätshaus zusammen.

Bürokratie:

  • Pflegekasse Bescheid sagen: Das ist wichtig, damit die Zahlungen umgestellt werden – von Pflegegeld auf Pflegesachleistung. Das ist der Beitrag, mit dem ein Teil der Kosten im Heim abgedeckt werden. Außerdem geben Sie Bescheid, dass Sie Ihren Angehörigen nicht mehr zuhause pflegen. Das wirkt sich etwa auf Ihre Rentenzahlungen aus.

  • Vorsorgedokumente in Kopie: Patientenverfügung und Vollmacht bzw. Betreuungsverfügung mitgeben.

  • Medikationsliste für Personal

  • Kontaktdaten: Dem Personal eigene Telefonnummer und Kontaktadresse hinterlassen

  • Biografiebogen: In manchen Heimen füllen Sie vor dem Einzug einen Informationsbogen über Ihren Angehörigen aus, in dem Sie etwa Hobbys, Vorlieben und Abneigungen oder wichtige Lebensereignisse notieren. Das hilft dem Pflegepersonal, Ihren Angehörigen besser kennenzulernen und sich besser um ihn zu kümmern.

  • Dauerauftrag für das Heim einrichten: Im Heim fällt ein Eigenanteil an. Er setzt sich zusammen aus einem Teil der Pflegekosten, Verpflegung, Miete und den Investitionskosten.

  • Ordner anlegen mit Korrespondenz/Infos vom Heim

Wohnung:

  • Wohnung kündigen, evt. streichen

  • Ummelden. Beim Meldeamt können Sie die pflegebedürftige Person auch von der Ausweispflicht befreien. So müssen Sie sich etwa nicht darum kümmern, einen abgelaufenen Ausweis zu verlängern. Achtung: Wer von der Ausweispflicht befreit ist, darf nicht ins Ausland reisen!

  • Hausratsversicherung kündigen. Eine Haftpflichtversicherung ist weiterhin sinnvoll.

  • Abos kündigen: Internet, Zeitschriftenabos, Essen auf Rädern,...

  • Rundfunkbeitrag abmelden: Menschen im Pflegeheim müssen keinen Rundfunkbeitrag zahlen. Die alte Wohnung müssen Sie also abmelden. Am einfachsten geht das online. Wählen Sie den Punkt "Ich möchte eine Wohnung abmelden, weil... ich in eine Pflegeeinrichtung bzw. Einrichtung für Menschen mit Behinderung ziehe/gezogen bin." Das Pflegeheim muss die Angaben noch bestätigen.

  • Nachsendeauftrag: Richten Sie einen Nachsendeauftrag ans Pflegeheim ein, damit Ihr Angehöriger weiterhin seine Post bekommt. Auch das geht online.

Soziales:

  • Umfeld informieren: Setzen Sie Familienmitglieder, Freunde und Bekannte über den Umzug in Kenntnis.

  • Helfern danken: Falls ein Pflegedienst oder Ehrenamtliche unterstützt haben – sagen Sie danke mit einer Karte, Blumen oder Schokolade.

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