Heben Sie noch?

Wer kranke Menschen zu Hause pflegt, mutet seinem Körper viel zu. Wie man die eigenen Kräfte schont und damit auch dem pflegebedürftigen Angehörigen hilft

von Kai Klindt, 25.04.2018
Pflegehandgriffe

 

Hau ruck! Das klingt nach Kraftakt und Tempo, gewiss nicht nach Schonkur. Doch leider gehen viele pflegende Angehörige nach der Hauruck-Methode vor, wenn sie gebrechliche Familienmitglieder versorgen. "Man hievt und zerrt, nicht anders, als man es bei einem Sack Kartoffeln tun würde", beobachtet Yvonne Knobloch, Expertin für häusliche Pflege beim Sozialverband VdK Bayern.
Das hält keiner lange durch, vor allem nicht, wenn man selbst schon zur Generation 50 plus zählt. Rückenprobleme und Gelenkschmerzen sind die häufigsten körperlichen Beschwerden bei pflegenden Angehörigen, weiß Knobloch.

Hau ruck! Das klingt nach Kraftakt und Tempo, gewiss nicht nach Schonkur. Doch leider gehen viele pflegende Angehörige nach der Hauruck-Methode vor, wenn sie gebrechliche Familienmitglieder versorgen. "Man hievt und zerrt, nicht anders, als man es bei einem Sack Kartoffeln tun würde", beobachtet Yvonne Knobloch, Expertin für häusliche Pflege beim Sozialverband VdK Bayern.

Das hält keiner lange durch, vor allem nicht, wenn man selbst schon zur Generation 50 plus zählt. Rückenprobleme und Gelenkschmerzen sind die häufigsten körperlichen Beschwerden bei pflegenden Angehörigen, weiß Knobloch.

Dass es auch anders geht, kann man sich bei den Profis abgucken. "Führen und schieben statt heben und tragen", nennt Anja Hirsch vom Klinikum München-Harlaching das Motto. Mehrmals im Jahr schult die Krankenschwester und Praxisanleiterin mit ihren Kollegen pflegende Angehörige, die sich daheim um Patienten mit körperlichen Handicaps kümmern – zum Beispiel mit Parkinson oder nach einem Schlaganfall.

Exklusiv für den Senioren Ratgeber hat Anja Hirsch rückenfreundliche Lösungen für drei typische Pflegesituationen erstellt.

Hilfe, wenn der Kranke im Bett nach unten gerutscht ist

Ihr Angehöriger fasst mit der linken Hand das Kopfende und winkelt das linke Bein an. Sie stabilisieren sein angewinkeltes Knie über den Fersen. Schieben Sie eine Hand unter den Gesäßknochen des Patienten. So gleitet er besser nach oben. Den Vorgang auf der anderen Körperseite des Kranken wiederholen.

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