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Nach der Impfung: Warum gelten im Heim weiter Corona-Regeln?

Endlich wieder Besuche ohne Maske oder Plexiglasscheibe: Darauf hatten viele nach der Impfung im Heim gehofft. Warum die AHA-L-Regeln trotz Impfung wichtig bleiben.

von Elsbeth Bräuer, 13.01.2021

Die Impfungen in Senioren- und Pflegeheimen sind angelaufen. Viele Bewohner und ihre Angehörigen fragen sich: Wird jetzt alles wieder normal? Doch auch nach einer Impfung gelten weiter die bekannten Regeln – Abstand halten, Händewaschen, Maske tragen und Lüften. Warum ist das so?

1. Man ist nicht sofort nach der Impfung optimal geschützt

Ein Pieks, ein perfekter Schutz: So ist es leider nicht. Bei den beiden Impfstoffen, die in der EU zugelassen sind (Biontech/Pfizer und Moderna), muss zwei Mal geimpft werden. Bei Biontech/Pfizer bekommt der Patient nach etwa drei Wochen eine zweite Dosis. Beim Impfstoff von Moderna sind es rund vier Wochen. Ob schon nach der ersten Spritze ein gewisser Schutz besteht, ist noch nicht klar. Der volle Schutz besteht ab dem siebten Tag (Pfizer/Biontech) bzw. ab dem 14. Tag (Moderna) nach der zweiten Impfung.

2. Vielleicht können Menschen trotz Impfung andere anstecken

Wer geimpft ist, erkrankt im Fall einer Ansteckung zwar nicht an Covid-19. Allerdings ist derzeit noch unklar, ob man die Infektion vielleicht weitergeben kann. Wenn Sie Ihren Partner also ohne Maske und Abstand im Pflegeheim besuchen, könnte er Sie also womöglich anstecken. 

3. Es ist unklar, wie lange der Schutz anhält

Derzeit lässt sich noch nicht sagen, wie lange jemand nach der Impfung auch tatsächlich vor Covid-19 geschützt ist.

4. Manche Menschen im Heim wollen oder können sich nicht impfen lassen

Die Impfung ist freiwillig, eine Covid-19-Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht. In Pflege- und Seniorenheimen entscheiden sich manche ältere Menschen oder ihre Betreuer gegen eine Impfung. Auch das Pflegepersonal steht der Impfung manchmal skeptisch gegenüber, auch wenn verlässliche Daten zu deren Impfbereitschaft noch fehlen.

Außerdem gibt es Menschen, denen von der Impfung abgeraten wird. Das sind etwa Menschen, die eine bekannte Allergie auf Inhaltsstoffe des Impfstoffs haben oder die schwer allergisch auf die erste Dosis reagiert haben. (Allergikern wird inzwischen nicht mehr von der Impfung abgeraten.)

So können Sie im Pflegeheim in Kontakt bleiben:

Sie haben schon viele Briefe geschrieben, Sie haben Blumen und Fotos geschickt, für Spaziergänge draußen ist es inzwischen zu kalt. Fünf Ideen, wie Sie anders miteinander in Kontakt bleiben können:

 

  • Nehmen Sie mit Ihrer Familie auf dem Smartphone ein Lied auf und bitten Sie die Pflegekräfte, es Ihrem Angehörigen vorzuspielen.

  • Geben Sie einen selbstgemachten Kuchen an der Pforte ab.

  • Ihr demenzkranker Angehöriger nestelt gern mit den Händen? Schenken Sie ihm eine Nesteldecke.
  • Wenn Ihr Angehöriger Rätsel mag und geistig zum Lösen in der Lage ist: Machen Sie ein Kreuzworträtsel aus Urlaubsorten, in denen Sie früher zusammen waren.
  • Über diese kostenlose App lassen sich Fotos von dem eigenen Zuhause oder den Enkelkindern im Stil von berühmten Kunstwerken anfertigen.

  • Fangen Sie an, ein Bild zu malen, hören Sie mittendrin auf – und bitten Sie die Person im Pflegeheim, weiterzumalen.

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